Unterricht einmal anders: Die Klasse 10b der Anton-Rauch-Realschule Wertingen setzte sich auf eine ganz besondere Weise mit den Grundwerten unseres Kontinents auseinander. Anstatt trockener Theorie stand die Teilnahme am Europäischen Wettbewerb auf dem Programm – dem ältesten Schülerwettbewerb Deutschlands. Das zentrale Thema: die Menschenrechte in Europa.
Um sich diesem komplexen Gegenstand zu nähern, war vor allem volle kreative Entfaltung gefragt. Angeleitet von ihrer Lehrkraft für katholische Religionslehre, Marina Weihmayr, wählten die Schülerinnen und Schüler individuelle Wege, um ihre Gedanken und Botschaften auszudrücken. Dabei hatten sie die Wahl zwischen drei künstlerischen Methoden. So entstanden auf großformatigen Leinwänden eindrucksvolle Gemälde, die Freiheit und Würde visualisierten. Andere Jugendliche kreierten detailreiche 3D-Modelle, die architektonisch oder symbolisch für den Schutz der Menschenrechte standen. Schließlich entstanden auch kurze Theatersequenzen, die die täglichen Herausforderungen und Verletzungen von Grundrechten emotional vermittelten.
„Der große Vorteil dieses Projekts lag im „Learning by Doing““, erläutert Marina Weihmayr. Durch das Malen, Bauen und Spielen wurde die Wissensvermittlung lebendig. Die Jugendlichen lernten nicht nur, welche Artikel die Europäische Menschenrechtskonvention umfasst, sondern setzten sich intensiv damit auseinander, was dies für ihren eigenen Alltag und das Zusammenleben in einem freien Europa bedeutet. Dabei erzielten drei Schülerinnen sogar einen Ersten Preis auf Landesebene.
Aber sämtliche Ergebnisse überzeugten und zeigten eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Verknüpfung von Fachwissen und künstlerischer Freiheit steckt. Die Klasse 10b bewies durch ihr großes Engagement, dass komplexe Themen wie Ethik und Politik durch Kreativität greifbar werden. Neben ausgefeilten Kunstwerken stand am Ende vor allem ein geschärftes Bewusstsein für die Werte, die Europa im Kern zusammenhalten.











