Im Rahmen des bewerteten Projekts wagte die Klasse 9a der Anton-Rauch-Realschule Wertingen einen Blick in die Energieversorgung der Zukunft. Zusammen mit der Firma Fendt in Asbach-Bäumenheim gestaltete sie ein funktionsfähiges Modell mit regenerativen Kraftwerken.
Es zeigt, dass durch Sonnenkollektoren sowie Wärmepumpen in der Kopplung mit großflächigen Heizsystemen Privathaushalte sowohl Warmwasser als auch beheizte Räume aus erneuerbaren Energieformen bereitstellen können. Die dafür nötigen Betriebskosten für elektrische Energie wurden durch die Installation von PV-Anlagen auf den Hausdächern reduziert. Um auch eine Versorgung mit regenerativen Energien über Nacht sowie an kalten, kurzen Wintertagen zu gewährleisten, koppelte die Klasse die Versorgung der Stadt an ein Laufwasserkraftwerk und eine Biogasanlage. Diese beiden Grundlastkraftwerke werden zudem noch durch einen Wind- und Solarpark unterstützt, die zur Deckung des ständig steigenden Energiebedarfs beitragen. Da diese aber vom Wetter abhängig sind, dafür bei guten Bedingungen Überschüsse an Energie bereitstellen, wurden sie mit Speichern verbunden. Die elektrische Energie kann entweder direkt in Batterien sowie Elektroautos eingespeist werden oder Pumpen antreiben, die in einem Pumpspeicherkraftwerk Wasser in höher gelegene Speicherseen befördern. Bei erhöhtem Bedarf kann diese gespeicherte Energie wieder in das Netz eingespeist werden.
Durch die Zusammenarbeit mit der Firma Fendt erhielten die Schülerinnen und Schüler zudem einen sehr wertvollen Einblick in zahlreiche Lehrberufe und konnten in der Lehrwerkstatt Kenntnisse in metallverarbeitende Techniken erhalten. Die anschließenden Präsentationen zeigten deutlich, dass eine Kooperation zwischen Schule, Eltern, Praxis in einer Firma und das kritische Hinterfragen neuer Inhalte zu einem beeindruckenden Verbundnetz beitragen können, um das große, aktuelle Thema der Versorgung durch erneuerbare Energien modellhaft im Kleinen zu erfassen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!











