REdUSE – über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde

So lautet der Titel der Multimedia-Veranstaltung, die zwei Tage vor den Weihnachtsferien im Forum der Anton-Rauch-Realschule stattfand. Das Kunstwort REdUSE setzt sich aus Reduzieren, Wiederverwenden (Reuse) und Recycling zusammen. Recycling oder besser „Upcycling“ war auch der Grund, weshalb das Weltladenteam die Veranstaltung für die ganze Schule gewonnen hat. Ihr Verkaufsschrank für faire Produkte – ein ausrangierter Medienschrank – erhielt beim bayernweiten Wettbewerb „Ressourcenkönige“ des Staatsministeriums für Kultus und Umwelt einen der Hauptpreise. Die von Moderatoren des Vereins Multivision durchgeführte Veranstaltung war daher nicht nur für alle Schüler kostenlos, sondern auch gespickt mit wichtigen Informationen und aufrüttelnden Tatsachen.

Die Tragweite der globalen Zusammenhänge wurde den Schülern durch Filmausschnitte, Infografiken und Interviews näher gebracht. Nachdem geklärt wurde, was man unter Ressourcen versteht, kamen harte Fakten auf den Tisch. Im Schnitt verbraucht jeder Anwesende 44 Kilogramm Ressourcen am Tag. Der Durchschnitt liegt bei lediglich 29 Kilogramm. Was kann man tun um seinen Ressourcen­verbrauch zu verringern? Die Lösung klingt zunächst einfach. Das eigene Einkaufsverhalten überdenken: Brauche ich es wirklich? Kann die Nutzungsdauer z. B. durch Reparieren verlängert werden? Wie kann ich das Produkt bei der Entsorgung dem Ressourcenkreislauf wieder zuführen? Wir alle sind gefordert uns darüber Gedanken zu machen, aber jeder kann nur bei sich selber anfangen. Besonders schwierig ist es gegen den bereits bestehenden riesengroßen Plastikmüll­teppich in den Weltmeeren anzukämpfen. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik dauert es mehrere Jahrhunderte. Im Meer sind gerade diese kleinen Partikel ein großes Problem, da sie von den Meerestieren mit Plankton verwechselt werden. So findet man immer häufiger Kunststoffteile in den Mägen von Seevögeln und anderen Meeresbewohnern. Nicht zuletzt können Mikroplastik und Plastik-Giftstoffe über die Fische auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Die Schüler zeigten sich bei diesem Thema sehr interessiert und boten Lösungsvorschläge an, beispielsweise große schwimmende Filteranlagen. Sehr hohe Kosten wären damit verbunden und zum gegenwärtigen Zeitpunkt fehlt es leider noch an den technischen Voraussetzungen.

Bleibt uns also zunächst nur REdUSE: Konsum reduzieren und auf wiederverwendbare und recyclebare Produkte achten. Sicherlich keine leichte Aufgabe in der Weihnachtszeit. Beim Vortrag gab es keinen erhobenen Zeigefinger für unser Verhalten, dafür wichtige Impulse, unsere Konsumgewohnheiten zu überdenken. Bei sich selber anfangen und sich seiner Verantwortung für die Umwelt und Zukunft bewusster werden. Es geht im Prinzip um eine enorm wichtige Sache: Die Lebensgrundlage aller Lebewesen auf diesem Planeten.