Gespannte Ohren bei den Weltklassemusikern des indischen Maharaj-Trios

Einen unvergleichlichen musikalischen Auftritt erlebten drei Klassen der Anton-Rauch-Realschule Wertingen anlässlich des Konzertes des Maharaj-Trios aus Varanasi (Nordindien). Die Vertreter der klassisch-indischen Musik, führend auf diesem Musikgebiet im 1,5 Mrd. Menschen großen Subkontinent, begeisterten am Vorabend bereits das Wertinger Publikum und erklärten sich im Vorfeld der vom Wertinger Weltladen bestens organisierten Veranstaltung dazu bereit, auch am nächsten Tag vor den Kindern der einheimischen Schulen eine Kostprobe ihres Könnens zu geben.

Mucksmäuschenstill war es dann auch, als die Musiker mit ihren Instrumenten Sitar, Sarod und Tabla die Luft förmlich zum schwingen brachten und den Schülern die Faszination indischer Musik eindrucksvoll vermittelten. Den Musikern war dabei auch sehr wichtig, den andächtig lauschenden Schülern die jeweilige Geschichte und Inspiration des Liedes näherzubringen – Wasser, Leben, Liebe .. viele Facetten des bevölkerungsreichsten Landes der Welt wurden angesprochen.

Ein großer Teil der Einnahmen des Trios werden mildtätigen Spenden zugeführt wie beispielsweise dem Aufbau einer Schule in Jelu, einem kleinen Dorf in der nordwestindischen Provinz Rajasthan. Am Ende des Konzertes klärte der Menschenrechtsaktivist Benjamin Pütter, Organisator der Auftritte des Trios in Deutschland, die Schüler zudem über ausbeuterische Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen auf. In einer eindrucksvollen Fotodokumentation wurde den Kindern hierbei vor Augen geführt, wie Ausbeutung und Zwangsarbeit das Alltagsleben vieler Kinder in Nordindien bestimmen.

Ein besonderes Anliegen war dem Trio auch, eine Klasse unserer Schule kennenzulernen. So statteten sie am Vortag des Konzertes der Klasse 8c einen Kurzbesuch ab und standen den Schülern in englischer Sprache auf sehr angenehme und freundliche Art Rede und Antwort. Wichtig war Ihnen hierbei, festzuhalten, dass ein universelles Prinzip guten Unterrichts in Respekt vor dem Anderen sowie offenem Umgang miteinander besteht – unabhängig, ob in Indien oder Deutschland.

Manfred Hirschenauer und Ulrike Anwald-Deisenhofer