Feier zur Namensgebung

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Seit gestern hat die Staatliche Realschule Wertingen einen Namen – sie heißt jetzt Anton-Rauch-Realschule. Dieses Ereignis feierte die Schule mit einem fröhlichen Fest, in dessen Mittelpunkt der Namensgeber selbst stand, der im Jahr 2006 verstorbene Landrat Anton Rauch, der die Schule vor 60 Jahren gegründet hatte. Der gute Geist des Landrats des Altkreises Wertingen schwebte spürbar im Raum, als die Mädchen und Buben der Realschule in der Aula musizierten und sangen, tanzten und spielten und die Ehrengäste mit großem Respekt die Initiative Rauchs für die Realschule in Erinnerung riefen.

Allen voran Landrat Leo Schrell, der Anton Rauch als einen Mann mit humanistisch-christlichen Prinzipien bezeichnete, auf dessen Wort man sich verlassen konnte.

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Als Namensgeber sei Rauch ein Vorbild auch für die heutige Schülergeneration, „denn Rauch repräsentierte überzeugend jene Werte, die für das friedliche Zusammenleben von Menschen unverzichtbar sind,“ sagte Leo Schrell über den seiner Vorgänger im Amt, der als letzter den Landkreis Wertingen gelenkt hatte.

Der damalige Landrat habe auch ungewöhnliche Strategien angewandt, um seine Ideen umzusetzen, erinnerte Schrell an den legendären „Sitzstreik“ von Anton Rauch im Kultusministerium, mit dem er die Errichtung der „Mittelschule“ in Wertingen hartnäckig fast erzwungen hatte.

Auch Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier erinnerte an das Engagement Rauchs, dem Wertingens heutige gute Infrastruktur zu verdanken sei. Schulische Bildung sei Rauch besonders am Herzen gelegen, sprach Lehmeier zur Namensgebung seine Zustimmung und Glückwünsche aus.

Realschulleiter Walter Conrad spannte einen Bogen von der Zeit Rauchs in die Zeit Schrells. Wie der Namensgeber der Realschule habe auch Leo Schrell mit Weitblick den Wert der weiterführenden Schulen im Landkreis erkannt.

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Von den Anfangszeiten der Schule erzählte dann Altstadtrat Alfred Sigg auf seine bekannt humorige Art und Weise. Ähnliche Lausbubenstreiche, wie sie Sigg in Erinnerung rief, führten dann Buben und Mädchen aus den Schulspielgruppen vor. Schule anno dazumal und Schule heute – 60 Jahre Schulgeschichte war das Thema, das auch in Liedern, Tänzen und Sketchen dargestellt wurde.

Conrad, der dem Landkreis als Sachaufwandsträger für die Realschule die beste Zusammenarbeit attestierte, dankte dem Kreistag dafür, dass der Antrag der Schule für die Namensgebung einstimmig angenommen wurde. Aus den Händen von Ministerialrat Hanns-Günter Kellner nahm Conrad dann die entsprechende Urkunde entgegenAls Ehrengäste waren auch die Kinder des Namensgebers, Susanne und Bernhard Rauch geladen. Bernhard Rauch erinnerte an die Worte seines Vaters, wenn dieser über die Schule gesprochen hatte: „Gel Bua, da hammer was G´scheites g´macht, a richtiges Schmuckstück“.