Die 6b auf den Spuren von Ikarus

Fast zur Wirklichkeit wurde der Traum vom Fliegen für die 26 Schülerinnen der Klasse 6b der Wertinger Realschule. Mit dem Besuch des Münchner Flughafens gewann man nicht nur einen Einblick in den Alltag eines modern und global aufgestellten Luftverkehrdrehkreuzes von Weltrang, sondern konnte auch zurückblicken in die deutsche Luftfahrtgeschichte.

Flugzeug Schalterhalle

Nach der Sicherheitskontrolle startete man mit einem Shuttle-Bus zur Airport-Tour, bei der unter fachkundiger Anleitung die wichtigsten Funktionen des Flughafens erläutert wurden. Die Schülerinnen bekamen Informationen zum Aufbau des Towers, der Terminals oder warum eine Wetterstation so wichtig sein kann. Auch der Feuerwehrzentrale oder dem Frachtgutcenter wurde ein Kurzbesuch abgestattet.

Nachhaltigen Eindruck hinterließ ebenfalls der Besucherhügel des Flughafens, von dem aus eindrucksvoll die Starts und Landungen verfolgt werden konnten. Die Schülerinnen konnten so selbst beobachten, dass im Fünf-Minuten-Takt die Flugzeuge landen und abheben. Höhepunkt war die Landung des neuen Airbus 380 von Emirate Airlines, das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, welches direkt vor den gespannten Augen der Schülerinnen vorbeifuhr.

Im Besucherzentrum befasste man sich noch mit der aktuellen Thematik Flughafenausbau („Dritte Landebahn“) und spannte somit den Bogen zum Lehrplan des Faches Erdkunde. Auch der Aspekt der Umweltbelastung für Mensch und Tier blieb hier nicht unerwähnt.

Nostalgie pur spürte man abschließend am Beispiel einer „alten“ Junkers Ju 52, welche direkt vor dem Besucherzentrum unter Beschlag genommen werden kann. Das Flugzeug erinnert an den spektakulären Pamirflug des deutschen Piloten Carl August Freiherr von Gablenz, der im Jahr 1937 für die Lufthansa eine neue Flugroute über den Hindukusch und das Pamirgebirge nach China erschlossen hat.

Zum Ende der mehr als vierstündigen Airport-Tour erkundete die Klasse auf eigene Faust zusammen mit den beiden Lehrern Manfred Hirschenauer und Theresa Fritz das Terminal 1 des Flughafens. Check-In, Gepäckaufgabe und Personenkontrolle sind somit keine Fremdwörter mehr für die jungen Wertinger Schülerinnen. Am späten Nachmittag kehrte man mit der Bahn wohlbehalten wieder nach Meitingen heim, wo die Eltern schon auf ihre Schützlinge warteten.

Manfred Hirschenauer, Theresa Fritz