Archiv der Kategorie: MINT

ehem. Natur Technik

Wenn Schokoeier einen Mixer antreiben…

…oder auch die Physik Besuch aus dem Kinderhaus Sonnenschein bekommt…

Wo ist der Strom? Was kann der Strom? Was ist der Strom? Diese Fragen beschäftigen schon eine Weile einige Kindergartenkinder unseres Nachbarn Haus Sonnenschein. Im Rahmen des Projektes Umwelt beschäftigen sich die Mädels und Buben der Elefantengruppe auch mit dem Thema Energie und wurden im Laufe der Zeit zu kleinen Pionieren in Sachen Strom. Der aufmerksame Leser fragt sich an dieser Stelle: Was hat das mit unserer Realschule zu tun? Ganz einfach. Nachdem die 4-6-Jährigen Licht, Waschmaschine und Radio inspiziert hatten, rausgefunden hatten, dass Elektrizität viel alltägliche Arbeit verrichtet und sämtliche Maschinen, groß und klein antreibt, sollte der Stromfluss auf frischer Tat ertappt werden. Doch- selbst ein Blick unter die Isolation eines Kabels konnte das Phänomen den interessierten Jungstern nicht erklären oder ersichtlich machen. Also machte man sich auf, nämlich dahin, wo die physikalische Welt den Kindern eigentlich ein wenig später dargestellt wird, in die Physikräume der Realschule zu Frau Schlecht. Diese freute sich sehr über das große Interesse der Kinder und empfing diese an zwei Schulvormittagen in den Physikräumen, um dem Strom mit den Kindern auf die Schliche zu kommen. Nachdem durch den Vergleich des Sahne Schlagens mit dem Mixer im Gegensatz zu einem Handrührgerät schnell klar war, dass eine Maschine viel mehr Kraft besitzt als ein Mensch, sollte herausgefunden werden, warum. Schnell war man sich einig, die Maschine hat diese Kraft, weil sie Strom bekommt. Strom hat Kraft. Dieser, so wussten die Kinder um Frau Huttner und Frau Demir bereits, kommt durch das Kabel aus der Steckdose. In diesem Kabel ist kaltes Metall, durch welches der Strom fließt. Das Metall sieht, wenn man mit einem Mikroskop ganz genau hinschauen kann, aus wie ein Molekülgebilde. Frau Schlecht zeigte den Kindern, dass kleine Stromteile durch diese Moleküle hindurchpassen. Schnell war den Kindern daher natürlich klar, dass, wenn Strom fließt, Metall, zum Beispiel in Form von Ketten am Körper, gefährlich sein kann. Auch das Metall im Kabel ist gefährlich, wenn es an der Steckdose angeschlossen ist, daher ist die wärmere Schutzschicht, das Gummi drum herum. Strom ist nämlich gefährlich! Dass Energie außerdem in einem Kreislauf von der Steckdose zum Gerät gelangt und wieder zurück zur Steckdose fließt, war für alle dann absolut verständlich, als jeder selber zum Stromtransporter werden durfte und Stromteilchen in Form von kleinen Schokoeiern von der Steckdose – Frau Schlecht – im Kreis laufend zum Mixer – Erzieherin mit Handrührgerät – transportieren durfte. Je schneller die Stromteile ankamen, desto schneller wurde die Sahne gemixt, je mehr Eier ankamen natürlich auch. Überholen durfte im Stromverkehr keiner. Als der Strom, der nämlich aus einem Kraftwerk in die Steckdose kommt dann auch durch Blitze in einem Experiment sichtbar wurde, war den großen kleinen Strompionieren dann alles klar!

Nicht nur die Kinder, auch die beteiligten Erwachsen waren glücklich darüber, diese eher exotische Kooperation von ganz Klein zu Groß gewagt zu haben in der Hoffnung, Skepsis gegenüber den naturwissenschaftlichen Themengebieten abzubauen, indem man sich dem frühen kindlichen Interesse und ihrer natürlichen, jedoch sehr intelligenten Art, sich die Welt zu erklären öffnet. Ein Danke an die Initiative von Frau Schlecht und den Erzieherinnen des Kinderhauses.

Girls’Day Akademie vier trifft Girls’Day Akademie fünf

Seit Oktober nutzen wieder 15 technikbegeisterte Mädchen der 7. bis 9. Klassen die Chance, an der Girls’Day Akademie (GDA) teilzunehmen. In diesem Schuljahr findet das Projekt bereits zum fünften Mal statt, mit zunehmender Beliebtheit!
Zu Beginn trafen sich die Mädchen der vierten GDA des letzten Jahres mit den neuen Teilnehmerinnen. Auf dem Programm standen Kooperationsspiele und Erfahrungsaustausch, auch der Spaß kam nicht zu kurz.
Neben Tipps in Theorie und Praxis rund um Schlüsselqualifikationen wie z. B. selbstbewusstes Auftreten oder Teamfähigkeit sind die Highlight doch immer wieder die Projekte in den Kooperationsunternehmen. Neben den langjährigen Kooperationspartnern Airbus, SGL Carbon und KUKA GmbH dürfen die Teilnehmerinnen sich dieses Mal auch an der Softwareprogrammierung bei der C&S GmbH in Augsburg versuchen.

Die Girls’Day Akademie wird im Schuljahr 2017/2018 an der Realschule Wertingen, 12 weiteren bayerischen Realschulen sowie drei Gymnasien angeboten. Träger des Projekts sind die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Donauwörth und der Regionaldirektion Bayern. Das Projekt richtet sich an Mädchen der 7. bis 10. Jahrgangsstufen und findet zusätzlich zum regulären Unterricht statt. Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen für Technik zu begeistern und ihr Berufswahlspektrum im Hinblick auf naturwissenschaftlich-technische Berufe zu erweitern. Die Mädchen erhalten eine praxisorientierte und vertiefte Berufsorientierung und setzen sich intensiv mit naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen auseinander. Dazu kooperiert die Schule mit Unternehmen, weiterführenden Schulen, Hochschulen und weiteren externen Partnern vor Ort.

T. S. und Sabine Ferstl

Ein Computer für Abolfazl

Er hat den Übertritt auf die Realschule geschafft, der afghanische Junge Wafayi Abolfazl. Als Flüchtling kam er vor zwei Jahren mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Wertingen. Während seine Mutter regelmäßig einen Sprachkurs der evangelischen Kirche besuchte, lernte Abolfazl Deutsch in der Grundschule. Jetzt erwartet ihn neben vielem Anderen das neue Fach Informationstechnologie. Doch der Familie Wafayi fehlt das Geld für einen Computer, auf dem der Junge das Zehn-Finger-Tastschreiben üben könnte. In dieser Situation wandte sich Edith Rau, die sich privat um die Familie kümmert, an das Lehrerkollegium. Spontan spendete Christina Glöckler, neu als Referendarin an der Schule, einen ihrer Rechner. Voller Freude konnte Abolfazl das Gerät nach dem Update durch den Systembetreuer im Empfang nehmen.

Rauch im Pausenhof

Nachdem im Oktober Schüler im Pausenhof Geld anzündeten, wurde es im November eher rauchig. Am Mittwoch, den 30.11.2016 merkte man bereits, dass der Winter im Anmarsch war. Es war furchtbar kalt im Pausenhof. Deshalb beschlossen Eric Widmann und Benedikt Haas aus der 10e ein Feuer im Pausenhof zu machen. Hierfür hatten sie auf einer Platte Kaliumpermangant zu einem Häufchen getürmt und gossen eine Flüssigkeit darüber. Nach einiger Zeit begann es zu rauchen. Kurz darauf entzündete sich das Kaliumpermanganat. Das Pausenhofexperiment war geglückt: Feuer ohne Feuerzeug und Streichhölzer.

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Aufgabe vom November:

Welche Flüssigkeit verwendeten Eric und Benedikt?

2. Talenttag der Wertinger Schulen und Abschlussveranstaltung bei Airbus Helicopters

Am Montag, den 27.06.2016, trafen sich wieder 41 Schülerinnen und Schüler (davon zehn von unserer Schule) zu einer Fortführung der Talenttage mit dem Überthema „Der Traum vom Fliegen“. Dieses Mal arbeiteten unsere Talente im Schullandheim Bliensbach.

Dort gab es die Möglichkeit, dass eine Gruppe ein Schwarzlichttheater vorführeIMG_0043n konnte, das sie zuvor entwickelt hatten. Schüler, die hier mitwirkten, konnte man immer eindeutig zuordnen, weil sie an diesem Tag komplett schwarz gekleidet herumliefen. Eine weitere Gruppe beschäftige sich mit der Problematik des freien Falls eines Eies und wie man den Bruch verhindern kann. So manches Ei überlebte diese Versuchsreihe nicht.

Auch das Carbonlabor in Bliensbach wurde von einer Gruppe besucht. Sie stellten aus dem leichten, aber sehr stabilen Material Flügel, RohIMG_0038re und Schifflein her. Die Mitarbeiter der Uni Augsburg hatten sogar einen Flugsimulator mitgebracht, an dem unsere Schüler selbst fliegen konnten. Um 15.00 Uhr präsentierten die Schüler ihre Erkenntnisse den anderen Gruppen und rundeten dadurch die Veranstaltung ab. Es war ein gelungener Tag, der allen viel Spaß und vor allem viel Erkenntnisse ums Fliegen brachte.

 

Am 18.07.2016 traf sich die Gruppe der Talentierten ein letztes Mal. Sie durften Airbus Helicopters in Donauwörth besichtigen. Auf der Führung durch das Werk erfuhren sie, wie viel Aufwand der Bau von Hubschraubern macht, welche verschiedenen Typen hergestellt werden und welche Ausbildungsberufe bei Airbus Helicopters angeboten werden. Dies war ein gelungener Abschluss der Talenttage 2016.

Besuch bei Wasserwacht gibt Schülern der Klasse 9a Auftrieb

Die Schüler der Klasse 9a (mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Ausbildungsrichtung) hatten am 28.06.2016 Gelegenheit einen Eindruck von den Aufgaben und der technischen Ausstattung der örtlichen Wasserwacht zu bekommen.

Im Rahmen des Physikunterrichts hatten sich die Schülerinnen und Schüler in den vorangegangenen Schulstunden das allgemeine Gasgesetz hergeleitet. Dieses beschreibt, wie sich Gase bei Veränderung der Zustandsgrößen Volumen, Druck und Temperatur verhalten. Das Gesetz findet im Bereich Tauchen mannigfaltige Anwendungen. Ihr neuerworbenes Wissen sollten die Schüler bei den Rettungstauchern der Wasserwacht nun praxisnah und kompetenzorientiert erweitern.

Am Dienstag Morgen besuchten der erste Vorsitzende der Wasserwacht Ortsgruppe Wertingen Markus Heigl und der langjährige Technische Leiter Peter Keiß die Schülerinnen und Schüler im Physiksaal der Realschule. Die Schüler  lernten in kurzen Auszügen die Geschichte um die Entstehung der Wasserwacht sowie ihre Gliederung als eine Unterorganisation des Roten Kreuzes kennen. Im Rahmen des Vortrags wurde den Schülern erläuterte, welche Aufgaben die Wasserwacht in der Gesellschaft übernimmt und durch welche Ausbildungen sie sicherstellt, diesen auch gerecht werden zu können. Im Anschluss verlegte die Klasse ihren Standort, zur Einsatzgarage der Wasserwacht im Rotkreuzhaus Wertingen. Begleitet wurden sie dabei von den Lehrkräften Simone Schlecht, Christian Kramer und Clemens Holter.

Dort angekommen präsentierten Markus Heigl und Peter Keiß ihr Einsatzfahrzeug, sowie das Motorboot. Sie stellten die Ausrüstung eines Wasserretters vor und demonstrierten deren Nutzen im Einsatzfall um eine Person aus einem fließenden Gewässer zu retten oder den Schutz den die Ausrüstung den Wasserrettern im Hochwassereinsatz bietet. Den Abschluss bildete die Ausrüstung der Rettungstaucher. Die Sporttaucher Heigl und Keiß, die für die Wasserwacht als Motorbootsführer und Signalmänner (sichert den Taucher im Einsatz durch eine Leine) tätig sind, demonstrierten den sicheren Umgang mit den Tauchflaschen, Jackets und Atemgeräten.

Peter Keiß hilft dem Schüler beim Anlegen der Ausrüstung
Peter Keiß hilft dem Schüler beim Anlegen der Ausrüstung

Anschließend durften die Schüler selbst aktiv werden. An mehreren vorbereiteten Stationen hatten sie Gelegenheit ihr Wissen über das allgemeine Gasgesetz anzuwenden um dessen Bedeutung für Rettungstaucher im Einsatz für die Wasserwacht selbstständig und kompetenzorientiert herauszuarbeiten. Dabei wurden die beiden Stationen, bei denen die Schüler mit den Tauchgeräten arbeiteten durch die beiden Herren der Wasserwacht betreut um die Schüler bei der Handhabung zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Funktionsweise und den Nutzen des verwendeten Jackets untersuchen. Bei einer anderen Station hatten die Schüler Gelegenheit mit Hilfe des Lungenautomaten eines Tauchers zu atmen. Sie konnten anhand einfacher Versuche überlegen, was beim Befüllen der Tauchflaschen zu beachten ist und wie Taucher schwere Objekte wie z. B. versunkene Autos aus der Tiefe bergen können. Auch über den Einfluss des Tauchens auf den menschlichen Körper konnten sich die Schüler Gedanken machen.

Schüler führen selbstständig Versuche durch
Schüler führen selbstständig Versuche durch

Zwischen den Stationen waren Stellwände aufgebaut, auf denen die Schüler sich zusätzlich über das Rettungstauchen, die Ausbildung und den Einsatz von Wasserrettern informieren konnten. Auch über Wettkämpfe der Wasserwacht sowie die realistische Unfalldarstellung zu Übungszwecken wurden Informationen dargeboten.

Dank der anschauliche Gestaltung der Einsatzgarage und der kompetenten Ausführungen durch Markus Heigl und Peter Keiß, erhielten die Schülerinnen und Schüler einen aufschlussreichen Einblick in die Strukturen der Einsatzkräfte der Wasserwacht und ganz besonders in die Welt der Rettungstaucher. Angesichts der Überschwemmungskatastrophen der letzten Wochen bei uns in Bayern, bei denen wieder hunderte von Einsatzkräften der Wasserwacht ehrenamtlich Hilfe leisteten, war es sehr interessant zu sehen, wie die Ortsgruppe Wertingen darauf vorbereitet ist, diesen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten.

Clemens Holter

Die 6b auf den Spuren von Ikarus

Fast zur Wirklichkeit wurde der Traum vom Fliegen für die 26 Schülerinnen der Klasse 6b der Wertinger Realschule. Mit dem Besuch des Münchner Flughafens gewann man nicht nur einen Einblick in den Alltag eines modern und global aufgestellten Luftverkehrdrehkreuzes von Weltrang, sondern konnte auch zurückblicken in die deutsche Luftfahrtgeschichte.

Flugzeug Schalterhalle

Nach der Sicherheitskontrolle startete man mit einem Shuttle-Bus zur Airport-Tour, bei der unter fachkundiger Anleitung die wichtigsten Funktionen des Flughafens erläutert wurden. Die Schülerinnen bekamen Informationen zum Aufbau des Towers, der Terminals oder warum eine Wetterstation so wichtig sein kann. Auch der Feuerwehrzentrale oder dem Frachtgutcenter wurde ein Kurzbesuch abgestattet.

Nachhaltigen Eindruck hinterließ ebenfalls der Besucherhügel des Flughafens, von dem aus eindrucksvoll die Starts und Landungen verfolgt werden konnten. Die Schülerinnen konnten so selbst beobachten, dass im Fünf-Minuten-Takt die Flugzeuge landen und abheben. Höhepunkt war die Landung des neuen Airbus 380 von Emirate Airlines, das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, welches direkt vor den gespannten Augen der Schülerinnen vorbeifuhr.

Im Besucherzentrum befasste man sich noch mit der aktuellen Thematik Flughafenausbau („Dritte Landebahn“) und spannte somit den Bogen zum Lehrplan des Faches Erdkunde. Auch der Aspekt der Umweltbelastung für Mensch und Tier blieb hier nicht unerwähnt.

Nostalgie pur spürte man abschließend am Beispiel einer „alten“ Junkers Ju 52, welche direkt vor dem Besucherzentrum unter Beschlag genommen werden kann. Das Flugzeug erinnert an den spektakulären Pamirflug des deutschen Piloten Carl August Freiherr von Gablenz, der im Jahr 1937 für die Lufthansa eine neue Flugroute über den Hindukusch und das Pamirgebirge nach China erschlossen hat.

Zum Ende der mehr als vierstündigen Airport-Tour erkundete die Klasse auf eigene Faust zusammen mit den beiden Lehrern Manfred Hirschenauer und Theresa Fritz das Terminal 1 des Flughafens. Check-In, Gepäckaufgabe und Personenkontrolle sind somit keine Fremdwörter mehr für die jungen Wertinger Schülerinnen. Am späten Nachmittag kehrte man mit der Bahn wohlbehalten wieder nach Meitingen heim, wo die Eltern schon auf ihre Schützlinge warteten.

Manfred Hirschenauer, Theresa Fritz

Klasse 6b – von der Antarktis in den tropischen Regenwald

Mächtig ins Schwitzen kamen die 23 Schülerinnen der Klasse 6b bei der Skype-Sitzung mit der Tropenstation La Gamba (Costa Rica) anlässlich der heurigen Schulhausübernachtung im Forum der Anton-Rauch-Realschule Wertingen . Für die Mädchen war dies die gelungene Fortsetzung der letztjährigen Skype-Sitzung mit der über 13 000 km entfernten Antarktis-Forschungsstation Neumayer III.

Forschungsstation La GambaKlassenbild Forum

Forschungsstation La GambaErmöglicht wurde dies vor allem durch die tatkräftige Unterstützung von Herrn Dr. Anton Weissenhofer, Leiter der Tropenstation La Gamba der Universität Wien in Costa Rica, der sich sofort bereit erklärte, den Kontakt zu den Forschern vor Ort zu vermitteln. Die Tropenstation liegt in einem der artenreichsten Tieflandregenwälder Mittelamerikas und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung und Erhaltung des Nationalparkes Piedras Blancas an der Pazifikküste Mittelamerikas. Momentanes Forschungsmitglied vor Ort ist die österreichische Biologiestudentin Hannah Holzer (Universität Innsbruck), die den Mädchen auf anschauliche und sehr sympathische Art mehr als 75 Minuten lang Rede und Antwort stand.

Großen Anklang fand bei den Schülerinnen vor allem die exotische tropische Pflanzen- und Tierwelt sowie die Anpassung der Einwohner La Gambas an die anstrengenden klimatischen Gegebenheiten vor Ort. Höhepunkt des Abends war sicherlich der Gang durch die Forschungsstation selbst sowie über das umliegende Gelände, welcher real-time über die Laptop-Videokamera  auf die Leinwand der Wertinger Realschule übertragen wurde. Auf die Frage, was ihr denn besonders fehle, antwortete die junge Studentin mit einem wehmütigen Blick: „Schokolade!“. Die Schülerinnen entschlossen sich daraufhin spontan, Frau Holzer ein Päckchen mit Süßigkeiten in ihre „neue“ Heimat zu schicken. Um die Forschungsstation überhaupt erreichen zu können, muss übrigens eine Distanz von über 9 500 km zurückgelegt werden (Reisedauer: 22 Stunden, davon 16 Stunden reine Flugzeit).

Mehr als zufrieden zeigten sich die beiden Projektinitiatoren Manfred Hirschenauer und Gisbert Schaper. Die große Begeisterung der Schülerinnen war ihnen wie auch schon im letzten Jahr in den Augen ablesbar, was sich auch daran zeigte, dass sie ihren Wissensdurst am Ende der Online-Sitzung durch zusätzliche zu den im Erdkundeunterricht erarbeiteten Fragen stillten.

The story goes on. Für das kommende Schuljahr ist  eine dritte Episode als Fortsetzung geplant. Dann sollen die Wertinger Realschüler einen Einblick in den Lebensraum „Wüste“ bekommen – Teil des Erdkundeunterrrichtsstoffes der 7. Jahrgangsstufe mit dem Themenschwerpunkt „Leben in den Trockengebieten der Erde“. Im Hinterkopf schweben den beiden Projektinitiatoren dabei die nordafrikanische Sahara oder die Wüste Gobi in Zentralasien vor.

Die Schülerinnen der Klasse 6b bedanken sich zusammen mit den Lehrern Manfred Hirschenauer, Birgit Bajza und Gisbert Schaper im Namen der Anton-Rauch-Realschule Wertingen bei Herrn Dr. Weissenhofer sowie Frau Holzer für die interessanten Einblicke in einen spannenden und faszinierenden Lebensraum, der aufgrund der großen Entfernung oftmals leider nur im „erweiterten Fokus“ von uns Europäern steht.

Manfred Hirschenauer, Gisbert Schaper

Junge Talente träumen vom Fliegen

Svenja Gerhards (6 a) untersucht eine Vogelfeder unter dem Mikroskop
Svenja Gerhards (6 a) untersucht eine Vogelfeder unter dem Mikroskop

In einem Pilotprojekt verbrachten zehn begabte Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf und sechs unserer Realschule am Montag, 22.2.16 den ersten von zwei Talenttagen am Gymnasium Wertingen.

Insgesamt 41 Dritt-bis Sechstklässler aus allen Schulformen beschäftigten sich in vier Workshops mit dem Thema „Der Traum vom Fliegen“. 15 Lehrerinnen und Lehrer der verschiedenen Wertinger Schulen entwickelten dieses Programm. Frau Markowski (Biologie/Chemie), Herr Schlumberger (Deutsch/Sport) und Frau Kettemann (Deutsch, Biologie, evangelische Religion) vertraten hierbei die Anton-Rauch-Realschule und entwickelten in Zusammenarbeit mit den Vertretern der anderen Schularten vier Workshops.

Florian Motzet (5 a), Lena Prebeck (5 b), Jonas Mayrböck (5 d), Paul Löffler (6 b), Svenja Gerhards (6 b), Onyscha Tschan (6 b), Melissa Senetar (6 c), Diana Beier (6 c), Benedikt Moosmüller (6 c) und Christoph Wagner (6 c) wurden von ihren Lehrerinnen und Lehrern vorgeschlagen und für die Teilnahme am Talenttag vom normalen Unterricht freigestellt.

Der Workshop "Raketen" beim Bau eines Papierfliegers
Der Workshop „Raketen“ beim Bau eines Heißluftballons

In Workshop I konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Bau von verschiedenen Raketen, Fliegern und Heißluftballons beschäftigen. In diesem Zuge untersuchten die Kinder, wie sich das Flugverhalten ändert, wenn man beispielsweise die Ecken anders faltet oder abrundet. Zum Abschluss gab es dann noch einen Flugwettbewerb bei dem unser Schüler Florian Motzet aus der Klasse 5 a den ersten Platz belegte, da sein Flieger am besten flog.

Ganz anders ging es in Workshop II „Mit Wörtern in die Luft gehen“ zur Sache, in welchem die Kinder an einer Traumreise zum Mond arbeiteten. Sie entwickelten dazu ein Theaterstück, bei dem Raketen, Sterne und Figuren aus weißem Papier im Schwarzlicht leuchten sollen. Lena Prebeck aus der Klasse 5 b freut sich schon sehr auf die Aufführung des Schwarzlicht-Theaters am zweiten Talenttag in Bliensbach.

Schießen, werfen und filmen stand bei Workshop III „Videoanalyse und Film“ im Vordergrund. Hierbei untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Flugbahnen verschiedener Geschosse und schnitten Filme, die sie mit Hilfe von Ipads gedreht hatten.

Auch das Geschichtliche, Philosophische und die Biologie durften nicht fehlen. So wurden im Workshop IV „Ikarus-vom Traum zum Albtraum“ Vogelfedern eingehend untersucht und die Geschichte des Ikarus, des Schneiders von Ulm und weiterer Bekanntheiten näher beleuchtet.

Wir sind schon gespannt, wie es am 27.6. im Schullandheim Bliensbach dann weitergehen wird :-).

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Nina Kettemann

Alles klar?

Die Klasse 8 a besuchte im Rahmen des Biologieunterrichts die Kläranlage der Stadt Wertingen. Die Schüler/innen begleiteten den Weg des ankommenden Abwassers bis zur vollständigen Säuberung. Der Leiter des Klärwerks Herr Bronnhuber erklärte die Vorgänge von Hebeschnecke, Rechenanlage, Sandfang über die verschiedenen Reinigungsstufen im Belebungs- und Nachklärbecken bis hin zur Behandlung und Verwendung des Klärschlamms. Im Labor konnten dann die kleinsten der fleißigen Kläranlagen-Mitarbeiter unter dem Mikroskop bewundert werden: die Bakterien und Einzeller, ohne die eine Abwasserreinigung nicht möglich wäre. Als Abschluss bekamen die Schüler/innen in der Kontroll- und Steuerwarte noch einen Überblick über die aktuellen Vorgänge in der Anlage und einen Einblick in das Berufsbild des Abwassermeisters. Wir danken herzlich den engagierten Mitarbeitern!DSC04429