Archiv der Kategorie: MINT

ehem. Natur Technik

Girls´Day Akademie, die vierte trifft Girls´Day Akademie, die fünfte

Seit Oktober nutzen wieder 15 technikbegeisterte Mädchen der 7. – 9. Klassen die Chance, an der Girls´ Day Akademie teilzunehmen. In diesem Schuljahr findet das Projekt bereits zum fünten Mal statt, mit zunehmender Beliebtheit!
Zu Beginn trafen sich die Mädchen der vierten GDA des letzten Jahres mit den neuen Teilnehmerinnen. Auf dem Programm standen Kooperationsspiele und Erfahrungsaustausch, auch der Spaß kam nicht zu kurz.
Neben Tipps in Theorie und Praxis rund um Schlüsselqualifikationen wie z. B. selbstbewusstes Auftreten oder Teamfähigkeit sind die Highlight doch immer wieder die Projekte in den Kooperationsunternehmen. Neben den langjährigen Kooperationspartnern Airbus , SGL Carbon und KUKA GmbH dürfen die Teilnehmerinnen sich dieses Mal auch an der Softwareprogrammierung bei der C&S GmbH in Augsburg versuchen.

Die „Girls´Day Akademie“ wird im Schuljahr 2017 / 2018 an der Realschule Wertingen, 12 weiteren bayerischen Realschulen sowie drei Gymnasien angeboten. Träger des Projekts sind die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Donauwörth und der Regionaldirektion Bayern. Das Projekt richtet sich an Mädchen der 7.-10. Jahrgangsstufen und findet zusätzlich zum regulären Unterricht statt. Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen für Technik zu begeistern und ihr Berufswahlspektrum im Hinblick auf naturwissenschaftlich-technische Berufe zu erweitern. Die Mädchen erhalten eine praxisorientierte und vertiefte Berufsorientierung und setzen sich intensiv mit naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen auseinander. Dazu kooperiert die Schule mit Unternehmen, weiterführenden Schulen, Hochschulen und weiteren externen Partnern vor Ort.

T. S. und Sabine Ferstl

Ein Computer für Abolfazl

Er hat den Übertritt auf die Realschule geschafft, der afghanische Junge Wafayi Abolfazl. Als Flüchtling kam er vor zwei Jahren mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Wertingen. Während seine Mutter regelmäßig einen Sprachkurs der evangelischen Kirche besuchte, lernte Abolfazl Deutsch in der Grundschule. Jetzt erwartet ihn neben vielem Anderen das neue Fach Informationstechnologie. Doch der Familie Wafayi fehlt das Geld für einen Computer, auf dem der Junge das Zehn-Finger-Tastschreiben üben könnte. In dieser Situation wandte sich Edith Rau, die sich privat um die Familie kümmert, an das Lehrerkollegium. Spontan spendete Christina Glöckler, neu als Referendarin an der Schule, einen ihrer Rechner. Voller Freude konnte Abolfazl das Gerät nach dem Update durch den Systembetreuer im Empfang nehmen.

MINT intensiv in Bliensbach

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Die Klasse 8 a nahm drei Tage lang am Projekt „mintensiv – MINT-Förderung am Lernort Schullandheim“ teil. Mit Rucksack bepackt wanderten die 21 Buben, 4 Mädchen und zwei Begleitlehrkräfte nach Bliensbach.

Am ersten Tag beschäftigten sich die Schüler/innen mit dem Thema Faserverbund. Mitarbeiter der Uni-Augsburg stellten praxisorientiert und unterhaltsam verschiedene Arten, Herstellung, Vorteile und Verwendung von Faserverbundmaterialien vor. Danach fertigten die Schüler/innen im eigens in Bliensbach eingerichteten Schülerlabor kleine Wekstücke und erprobten die Sandwich-Bauweise. Mit iPads und Mikroskopen untersuchten sie Faserverbundmaterialien, informierten sich über Materialeigenschaften, Anwendungen und Berufsmöglichkeiten. Die Ergebnisse wurden in Kurzpräsentationen vorgestellt.

Am nächsten Tag standen Besuche bei der Firma Airbus und der Technikerschule in Donauwörth auf dem Programm. Der Ausbildungsleiter informierte die Schüler/innen in einer anschaulichen Präsentation über die Leistungen und Ausbildungsmöglichkeiten der Firma Airbus. Danach konnte die Klasse auf einer beeindruckenden Betriebsbesichtigung sehen, wo und wie Faserverbundstoffe in der Praxis eingesetzt werden. Am Nachmittag lernten die Schüler/innen in der Technikerschule Methoden zur Bestimmung von Materialeigenschaften und verschiedene Herstellungsverfahren für Kunststoffe kennen. Dabei durften sie unter Anleitung erfahrener Technikerschüler den Vakuumaufbau für das Infiltrationsverfahren selbstständig erproben.

Der dritte Tag stand ganz unter dem Motto Teamwork. Sebastian Diedering vom „mooseum“ forderte alle Schüler/innen mit geschickt gestalteten Aufgaben, die nur im Team zu lösen waren. Kreativität, Zielstrebigkeit, sozialer Überblick und Durchhaltevermögen waren dazu notwendig. Ein Rückmeldegespräch half, die persönlichen Erlebnisse, Vorgehensweisen, Stärken und Schwächen einzuordnen.

Die freie Zeit wurde mit Tischtennis, verschiedenen Ballspielen, Kickern, Gesellschafts- und Kartenspielen und einem kleinen Ausflug in den Wald zum Niedrigseilgarten genutzt. Ein kleiner Gruppenwettbewerb mit Herausforderungen aus den Bereichen Sport, MINT und Allgemeinwissen rundeten den letzten Abend ab. Das Schullandheim Bliensbach bot für diese vielfältigen Aktivitäten ideale Voraussetzungen.

Am Ende konnten wir Lehrer – Herr Christ und Frau Ferstl – feststellen, dass dieses „mintensiv“-Projekt den Schüler/innen in Ergänzung zum normalen MINT-Unterricht wertvolle Erfahrungen ermöglicht: Die jungen Menschen erhalten durch Experten vor Ort Berufsorientierung, sehen die konkrete Berufsrealität, forschen und experimentieren unter der Anleitung von MINT-Fachpersonal selbstständig und fördern ihre ausbildungsrelevanten Schlüsselkompetenzen.

Gefördert wird dieses Projekt durch das Kultusministerium und durch Arbeitgeber. Einen Zuschuss erhielten wir auch vom Schulverein der Realschule Wertingen.

Sabine Ferstl

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Rauch im Pausenhof

Nachdem im Oktober Schüler im Pausenhof Geld anzündeten, wurde es im November eher rauchig. Am Mittwoch, den 30.11.2016 merkte man bereits, dass der Winter im Anmarsch war. Es war furchtbar kalt im Pausenhof. Deshalb beschlossen Eric Widmann und Benedikt Haas aus der 10e ein Feuer im Pausenhof zu machen. Hierfür hatten sie auf einer Platte Kaliumpermangant zu einem Häufchen getürmt und gossen eine Flüssigkeit darüber. Nach einiger Zeit begann es zu rauchen. Kurz darauf entzündete sich das Kaliumpermanganat. Das Pausenhofexperiment war geglückt: Feuer ohne Feuerzeug und Streichhölzer.

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Aufgabe vom November:

Welche Flüssigkeit verwendeten Eric und Benedikt?

Schwäbische Mädchen-Power im Bayerischen Wald

Die Mädchen der letztjährigen Girls´ Day Akademie fuhren in den Bayerischen Wald, um ihren Preis beim Technikscout-Wettbewerb einzulösen. Mit dem Bus ging es nach Spiegelau, wo der Besuch einer Glasbläserei auf dem Programm stand. Die Mädchen erfuhren vieles über die Tradition und Kunst des „Glasmachens“, konnten dem Glasbläser bei der Arbeit zusehen, bekamen eine Mittagsbrotzeit und konnten kleine gläserne Erinnerungen kaufen. Danach ging es bei herrlichem Wetter weiter in den Nationalpark zum Geocaching. Mit großem Spaß und Einsatz suchten und fanden die Mädchen die versteckten Schatzstationen. Dort galt es, weitere Rätsel zu lösen oder spannende Aufgaben gemeinsam zu meistern. Bei diesen „Teambuilding“-Maßnahmen zeigten sich die zwei betreuenden Erlebnispädagoginnen beeindruckt von der kreativen und effektiven Zusammenarbeit der GDA-Mädchen. Nach einem üppigen Abendessen in der Jugendherberge brachen Schülerinnen und Begleitlehrer/in zu einer Nachtwanderung auf. Vollmond und Dunkelheit zauberten eine unvergessliche Atmosphäre in die urtümliche Waldlandschaft. Diese schöne zweitägige Abschlussfahrt war der 2. Preis beim Technikscout-Wettbewerb und wurde vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft gesponsert, so dass den Schülerinnen keinerlei Kosten entstanden.

Sabine Ferstl

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Besuch beim Stoff der Zukunft

Im Rahmen der MINT-Förderung besuchten je zwei 8. und 9. Klassen die Carbon-Faserverbund-Messe „Experience Composites“ in Augsburg.  Nachdem die Schüler/innen einen Überblick über Eigenschaften und Herstellung der Carbon-Faserverbundstoffe vermittelt bekamen, durften sie deren wichtigste Vorteile Leichtigkeit und Stabilität an verschiedenen Exponaten wie Fahrrad, Stuhl oder Auto selbst testen. In der Fachmesse konnten sie dann den vielfältigen Einsatz von Carbon-Faserverbundstoffen bestaunen: Bauteile für Flugzeuge, Propeller für Windkraftwerke, Textilbeton für den Brückenbau. Unsere Region ist einer der  größten Standorte Europas für die Entwicklung, Herstellung und Verarbeitung dieser wichtigen Werkstoffe der Zukunft. Gute Chancen für engagierten Nachwuchs! Im Rahmen des begleitenden „Schulklassenprogramms“ konnten sich interessierte Schüler/innen an Ständen der regionalen Firmen und der Uni Augsburg über zukunftsweisende Berufe informieren und Kontakte zu Ausbildungsbetrieben knüpfen. Nach einem gesponserten Mittagsessen ging es noch weiter zum Textil- und Industriemuseum, wo Führungen durch die Carbon-Ausstellung diesen Vormittag abrundeten.

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Darth Vader im Bayerischen Wirtschaftsministerium

Darth Vader aus Wertingen mischt im Bayerischen Wirtschaftsministerium auf…

Doch alles der Reihe nach:

An ihrem freien Tag fuhren die Mädchen der Girls`Day Akademie nach München ins Wirtschaftsministerium zur Endausscheidung des diesjährigen Technikscout-Wettbewerbs. Dabei soll ein technischer Ausbildungsberuf mit allen notwendigen Informationen auf verschiedene Weise vorgestellt werden. Mit einer ausgefeilten, hochwertigen Präsentationsmappe und einem selbstgedrehten Film über das Berufsbild des technischen Produktdesigners meisterten die GDA-Mädchen die Vorrunde. Um den Beruf möglichst altergerecht zu präsentieren, dachten sich die 15 Mädchen aus sieben Klassen dazu eine Geschichte aus: Darth Vader besucht die Erde, um sich bei der Fa. Drehmoment in Wertingen zum technischen Produktdesigner ausbilden zu lassen. Mit erfolgreichem Abschluss und um viele Kompetenzen reicher kehrt er zurück und gründet seine eigene Firma „Drehwars“. Gedreht wurde bei der Fa. Drehmoment, in der Schule, und in Wertingen lief Darth Vader mit seinen Sturmtrupplern durch die Innenstadt.

Von 84 teilnehmenden Schulen standen nun sechs im Finale. Dort mussten sie ihren gewählten Beruf auf einem „Marktplatz“ (Tisch und Stellwände) präsentieren und den drei Jurorenteams Rede und Antwort stehen. Ein interessant gestaltetes Quizz, Produkte wie Laserschwerter und Darth-Vader-Muffin-Formen (natürlich mit gebackenen Muffins) rundeten die Informationen und den Film, der auf einem Laptop lief, ab. Als vierte und letzte Aufgabe zeigten die Mädchen in einem selbst entwickelten Theaterstück wichtige Aspekte des Ausbildungsberufes „technischer Produktdesigner“. Auch hier ging es um Darth Vader. Er gab zur Enthüllung seines neuesten in Auftrag gegebenen Produkts, dem kleinen Baby-Vader „Darthy“, ein Interview. Er erzählte dem Pressevertreter, welche Voraussetzungen man für diesen Beruf mitbringen muss, wie lange die Ausbildung dauert und wie viel man verdient. Die Mädchen brachten ihr äußerst kreatives Stück hervorragend auf die Bühne im großen Besprechungssaal des Ministeriums, überzeugten die Jury und landeten auf dem 2. Platz. Sie freuen sich auf einen Tag Geocaching im Bayerischen Wald. In der Laudatio wurde der hervorragende Informationsgehalt und immer wieder die beeindruckende Kreativität der Beiträge gelobt.

Herzliche Gratulation an die Mädchen – Ihr wart echt super!

 

 

 

 

 

 

 

2. Talenttag der Wertinger Schulen und Abschlussveranstaltung bei Airbus Helicopters

Am Montag, den 27.06.2016, trafen sich wieder 41 Schülerinnen und Schüler (davon zehn von unserer Schule) zu einer Fortführung der Talenttage mit dem Überthema „Der Traum vom Fliegen“. Dieses Mal arbeiteten unsere Talente im Schullandheim Bliensbach.

Dort gab es die Möglichkeit, dass eine Gruppe ein Schwarzlichttheater vorführeIMG_0043n konnte, das sie zuvor entwickelt hatten. Schüler, die hier mitwirkten, konnte man immer eindeutig zuordnen, weil sie an diesem Tag komplett schwarz gekleidet herumliefen. Eine weitere Gruppe beschäftige sich mit der Problematik des freien Falls eines Eies und wie man den Bruch verhindern kann. So manches Ei überlebte diese Versuchsreihe nicht.

Auch das Carbonlabor in Bliensbach wurde von einer Gruppe besucht. Sie stellten aus dem leichten, aber sehr stabilen Material Flügel, RohIMG_0038re und Schifflein her. Die Mitarbeiter der Uni Augsburg hatten sogar einen Flugsimulator mitgebracht, an dem unsere Schüler selbst fliegen konnten. Um 15.00 Uhr präsentierten die Schüler ihre Erkenntnisse den anderen Gruppen und rundeten dadurch die Veranstaltung ab. Es war ein gelungener Tag, der allen viel Spaß und vor allem viel Erkenntnisse ums Fliegen brachte.

 

Am 18.07.2016 traf sich die Gruppe der Talentierten ein letztes Mal. Sie durften Airbus Helicopters in Donauwörth besichtigen. Auf der Führung durch das Werk erfuhren sie, wie viel Aufwand der Bau von Hubschraubern macht, welche verschiedenen Typen hergestellt werden und welche Ausbildungsberufe bei Airbus Helicopters angeboten werden. Dies war ein gelungener Abschluss der Talenttage 2016.

Besuch bei Wasserwacht gibt Schülern der Klasse 9a Auftrieb

Die Schüler der Klasse 9a (mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Ausbildungsrichtung) hatten am 28.06.2016 Gelegenheit einen Eindruck von den Aufgaben und der technischen Ausstattung der örtlichen Wasserwacht zu bekommen.

Im Rahmen des Physikunterrichts hatten sich die Schülerinnen und Schüler in den vorangegangenen Schulstunden das allgemeine Gasgesetz hergeleitet. Dieses beschreibt, wie sich Gase bei Veränderung der Zustandsgrößen Volumen, Druck und Temperatur verhalten. Das Gesetz findet im Bereich Tauchen mannigfaltige Anwendungen. Ihr neuerworbenes Wissen sollten die Schüler bei den Rettungstauchern der Wasserwacht nun praxisnah und kompetenzorientiert erweitern.

Am Dienstag Morgen besuchten der erste Vorsitzende der Wasserwacht Ortsgruppe Wertingen Markus Heigl und der langjährige Technische Leiter Peter Keiß die Schülerinnen und Schüler im Physiksaal der Realschule. Die Schüler  lernten in kurzen Auszügen die Geschichte um die Entstehung der Wasserwacht sowie ihre Gliederung als eine Unterorganisation des Roten Kreuzes kennen. Im Rahmen des Vortrags wurde den Schülern erläuterte, welche Aufgaben die Wasserwacht in der Gesellschaft übernimmt und durch welche Ausbildungen sie sicherstellt, diesen auch gerecht werden zu können. Im Anschluss verlegte die Klasse ihren Standort, zur Einsatzgarage der Wasserwacht im Rotkreuzhaus Wertingen. Begleitet wurden sie dabei von den Lehrkräften Simone Schlecht, Christian Kramer und Clemens Holter.

Dort angekommen präsentierten Markus Heigl und Peter Keiß ihr Einsatzfahrzeug, sowie das Motorboot. Sie stellten die Ausrüstung eines Wasserretters vor und demonstrierten deren Nutzen im Einsatzfall um eine Person aus einem fließenden Gewässer zu retten oder den Schutz den die Ausrüstung den Wasserrettern im Hochwassereinsatz bietet. Den Abschluss bildete die Ausrüstung der Rettungstaucher. Die Sporttaucher Heigl und Keiß, die für die Wasserwacht als Motorbootsführer und Signalmänner (sichert den Taucher im Einsatz durch eine Leine) tätig sind, demonstrierten den sicheren Umgang mit den Tauchflaschen, Jackets und Atemgeräten.

Peter Keiß hilft dem Schüler beim Anlegen der Ausrüstung
Peter Keiß hilft dem Schüler beim Anlegen der Ausrüstung

Anschließend durften die Schüler selbst aktiv werden. An mehreren vorbereiteten Stationen hatten sie Gelegenheit ihr Wissen über das allgemeine Gasgesetz anzuwenden um dessen Bedeutung für Rettungstaucher im Einsatz für die Wasserwacht selbstständig und kompetenzorientiert herauszuarbeiten. Dabei wurden die beiden Stationen, bei denen die Schüler mit den Tauchgeräten arbeiteten durch die beiden Herren der Wasserwacht betreut um die Schüler bei der Handhabung zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Funktionsweise und den Nutzen des verwendeten Jackets untersuchen. Bei einer anderen Station hatten die Schüler Gelegenheit mit Hilfe des Lungenautomaten eines Tauchers zu atmen. Sie konnten anhand einfacher Versuche überlegen, was beim Befüllen der Tauchflaschen zu beachten ist und wie Taucher schwere Objekte wie z. B. versunkene Autos aus der Tiefe bergen können. Auch über den Einfluss des Tauchens auf den menschlichen Körper konnten sich die Schüler Gedanken machen.

Schüler führen selbstständig Versuche durch
Schüler führen selbstständig Versuche durch

Zwischen den Stationen waren Stellwände aufgebaut, auf denen die Schüler sich zusätzlich über das Rettungstauchen, die Ausbildung und den Einsatz von Wasserrettern informieren konnten. Auch über Wettkämpfe der Wasserwacht sowie die realistische Unfalldarstellung zu Übungszwecken wurden Informationen dargeboten.

Dank der anschauliche Gestaltung der Einsatzgarage und der kompetenten Ausführungen durch Markus Heigl und Peter Keiß, erhielten die Schülerinnen und Schüler einen aufschlussreichen Einblick in die Strukturen der Einsatzkräfte der Wasserwacht und ganz besonders in die Welt der Rettungstaucher. Angesichts der Überschwemmungskatastrophen der letzten Wochen bei uns in Bayern, bei denen wieder hunderte von Einsatzkräften der Wasserwacht ehrenamtlich Hilfe leisteten, war es sehr interessant zu sehen, wie die Ortsgruppe Wertingen darauf vorbereitet ist, diesen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft zu leisten.

Clemens Holter

Die 6b auf den Spuren von Ikarus

Fast zur Wirklichkeit wurde der Traum vom Fliegen für die 26 Schülerinnen der Klasse 6b der Wertinger Realschule. Mit dem Besuch des Münchner Flughafens gewann man nicht nur einen Einblick in den Alltag eines modern und global aufgestellten Luftverkehrdrehkreuzes von Weltrang, sondern konnte auch zurückblicken in die deutsche Luftfahrtgeschichte.

Flugzeug Schalterhalle

Nach der Sicherheitskontrolle startete man mit einem Shuttle-Bus zur Airport-Tour, bei der unter fachkundiger Anleitung die wichtigsten Funktionen des Flughafens erläutert wurden. Die Schülerinnen bekamen Informationen zum Aufbau des Towers, der Terminals oder warum eine Wetterstation so wichtig sein kann. Auch der Feuerwehrzentrale oder dem Frachtgutcenter wurde ein Kurzbesuch abgestattet.

Nachhaltigen Eindruck hinterließ ebenfalls der Besucherhügel des Flughafens, von dem aus eindrucksvoll die Starts und Landungen verfolgt werden konnten. Die Schülerinnen konnten so selbst beobachten, dass im Fünf-Minuten-Takt die Flugzeuge landen und abheben. Höhepunkt war die Landung des neuen Airbus 380 von Emirate Airlines, das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, welches direkt vor den gespannten Augen der Schülerinnen vorbeifuhr.

Im Besucherzentrum befasste man sich noch mit der aktuellen Thematik Flughafenausbau („Dritte Landebahn“) und spannte somit den Bogen zum Lehrplan des Faches Erdkunde. Auch der Aspekt der Umweltbelastung für Mensch und Tier blieb hier nicht unerwähnt.

Nostalgie pur spürte man abschließend am Beispiel einer „alten“ Junkers Ju 52, welche direkt vor dem Besucherzentrum unter Beschlag genommen werden kann. Das Flugzeug erinnert an den spektakulären Pamirflug des deutschen Piloten Carl August Freiherr von Gablenz, der im Jahr 1937 für die Lufthansa eine neue Flugroute über den Hindukusch und das Pamirgebirge nach China erschlossen hat.

Zum Ende der mehr als vierstündigen Airport-Tour erkundete die Klasse auf eigene Faust zusammen mit den beiden Lehrern Manfred Hirschenauer und Theresa Fritz das Terminal 1 des Flughafens. Check-In, Gepäckaufgabe und Personenkontrolle sind somit keine Fremdwörter mehr für die jungen Wertinger Schülerinnen. Am späten Nachmittag kehrte man mit der Bahn wohlbehalten wieder nach Meitingen heim, wo die Eltern schon auf ihre Schützlinge warteten.

Manfred Hirschenauer, Theresa Fritz