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Namensgeber Anton Rauch

Anton Rauch

Anton-Rauch 11916 bis 2006

1948 bis 1972 Landrat des Landkreises Wertingen

1978 bis 1996 Stv. Landrat des Landkreises Dillingen

Zu Lebzeiten erzählte der frühere Landrat des Altlandkreises Wertingen gerne die Ereignisse aus dem Jahre 1950. Es war im Frühjahr, als Anton Rauch fest entschlossen ins Kultusministerium nach München fuhr, um seine Mittelschule zu bekommen. Als ihm aber der damalige Minister Alois Hundhammer eine Abfuhr erteilte und den penetranten Schwaben nach Hause schicken wollte, trat er kurzerhand im Vorzimmer seines Freundes Böck in einen mehrstündigen Sitzstreik. Die Hartnäckigkeit von Anton Rauch und der gewisse Einfluss von Karl Böck aus Bocksberg sollten dann doch noch Wertingen zur Mittelschule verhelfen. „In Gottes Namen, da haben sie Ihre Mittelschule“, soll der Minister gesagt haben.

Wie ein Löwe gekämpft

Warum der Landrat wie ein Löwe um die Schule kämpfte, hatte einen plausiblen Grund. Es war in einer Zeit, als viele Heimatvertriebene aus dem Sudetenland in die Region gekommen waren und riesigen Bildungshunger mitbrachten. Als der erste Unterricht im Herbst 1950 startete, waren von den 36 Knaben und 41 Mädchen zwei Drittel Kinder von Heimatvertriebenen.

Quelle Augsburger Allgemeine 07. Oktober 2009

Feier zur Namensgebung

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Seit gestern hat die Staatliche Realschule Wertingen einen Namen – sie heißt jetzt Anton-Rauch-Realschule. Dieses Ereignis feierte die Schule mit einem fröhlichen Fest, in dessen Mittelpunkt der Namensgeber selbst stand, der im Jahr 2006 verstorbene Landrat Anton Rauch, der die Schule vor 60 Jahren gegründet hatte. Der gute Geist des Landrats des Altkreises Wertingen schwebte spürbar im Raum, als die Mädchen und Buben der Realschule in der Aula musizierten und sangen, tanzten und spielten und die Ehrengäste mit großem Respekt die Initiative Rauchs für die Realschule in Erinnerung riefen.

Allen voran Landrat Leo Schrell, der Anton Rauch als einen Mann mit humanistisch-christlichen Prinzipien bezeichnete, auf dessen Wort man sich verlassen konnte.

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Als Namensgeber sei Rauch ein Vorbild auch für die heutige Schülergeneration, „denn Rauch repräsentierte überzeugend jene Werte, die für das friedliche Zusammenleben von Menschen unverzichtbar sind,“ sagte Leo Schrell über den seiner Vorgänger im Amt, der als letzter den Landkreis Wertingen gelenkt hatte.

Der damalige Landrat habe auch ungewöhnliche Strategien angewandt, um seine Ideen umzusetzen, erinnerte Schrell an den legendären „Sitzstreik“ von Anton Rauch im Kultusministerium, mit dem er die Errichtung der „Mittelschule“ in Wertingen hartnäckig fast erzwungen hatte.

Auch Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier erinnerte an das Engagement Rauchs, dem Wertingens heutige gute Infrastruktur zu verdanken sei. Schulische Bildung sei Rauch besonders am Herzen gelegen, sprach Lehmeier zur Namensgebung seine Zustimmung und Glückwünsche aus.

Realschulleiter Walter Conrad spannte einen Bogen von der Zeit Rauchs in die Zeit Schrells. Wie der Namensgeber der Realschule habe auch Leo Schrell mit Weitblick den Wert der weiterführenden Schulen im Landkreis erkannt.

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Von den Anfangszeiten der Schule erzählte dann Altstadtrat Alfred Sigg auf seine bekannt humorige Art und Weise. Ähnliche Lausbubenstreiche, wie sie Sigg in Erinnerung rief, führten dann Buben und Mädchen aus den Schulspielgruppen vor. Schule anno dazumal und Schule heute – 60 Jahre Schulgeschichte war das Thema, das auch in Liedern, Tänzen und Sketchen dargestellt wurde.

Conrad, der dem Landkreis als Sachaufwandsträger für die Realschule die beste Zusammenarbeit attestierte, dankte dem Kreistag dafür, dass der Antrag der Schule für die Namensgebung einstimmig angenommen wurde. Aus den Händen von Ministerialrat Hanns-Günter Kellner nahm Conrad dann die entsprechende Urkunde entgegenAls Ehrengäste waren auch die Kinder des Namensgebers, Susanne und Bernhard Rauch geladen. Bernhard Rauch erinnerte an die Worte seines Vaters, wenn dieser über die Schule gesprochen hatte: „Gel Bua, da hammer was G´scheites g´macht, a richtiges Schmuckstück“.

Staatliche Realschule Wertingen wird Anton-Rauch-Realschule

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Die Staatliche Realschule Wertingen hat zu Ehren ihres Gründers dessen Namen angenommen. Zum 15. Februar 2010, anlässlich des 60. Geburtstags der Schule, hat sie den zusätzlichen Namen „Anton-Rauch-Realschule“ erhalten. Dies war Anlass, einen Schülerwettbewerb zur Erstellung eines neuen Schul-Logos auszurufen. Schüler und Schülerinnen aller Jahrgangsstufen haben sich Gedanken zur bildlichen Darstellung ihres neuen Schulnamens gemacht. Die drei besten Vorschläge wurden von der Schulleitung mit Geldpreisen belohnt.

Einige Eindrücke

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