Bundesminister beantwortet Schülerfragen zur Entwicklungspolitik

Im Schülerleben ist es gewiss eine Seltenheit, einen amtierenden Bundesentwicklungsminister persönlich zu erleben. Schüler, die sich an den vier Wertinger Fairtrade-Schulen für einen gerechten Handel stark machen, hatten diese besondere Gelegenheit. Auf Einladung des Vereins „Solidarität für eine Welt e. V. Wertingen“ besuchte am Montag, den 13. Mai 2019, Bundesentwicklungs­minister Dr. Gerd Müller Wertingen. Im Rahmen dieses Kurzbesuches wurde eine Fragestunde im Festsaal des Wertinger Schlosses organisiert.

Der Bundesminister ging ausführlich auf die Fragen der Schüler ein und gab Einblicke in Projekte, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – wie das Ministerium offiziell genannt wird – und deren Partnerorganisationen vor Ort durchgeführt werden. Er hob hervor, wie wichtig es ist in Bildungsprojekte zu investieren und den ärmeren Ländern den Zugang zu umweltfreundlicher Energiegewinnung und Technologie zu ermöglichen. Auch der Umweltschutz war Thema der Fragestunde. Die Fridays-for-Future-Demos sind seiner Ansicht nach wichtig für das Wachrütteln aller, die noch nicht verstanden haben welche katastrophalen Auswirkungen der Klimawandel auf das Leben auf unserem Planeten haben wird.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch verabschiedete sich der Minister. Für ihn war es nicht der letzte Termin an diesem Montag. Für die jungen Menschen, die sich vor Ort für mehr Gerechtigkeit weltweit einsetzen, war dieser Besuch eine Wertschätzung ihres Engagements, denn auch die große Politik alleine kann nicht alles verändern. Auf jeden einzelnen kommt es an, wie bereits Mahatma Gandhi erkannte: „Wir müsse der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen wünschen.“

 Ulrike Anwald-Deisenhofer (ARR-Weltladenteam)