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Ein Lehrer und Künstler

Im 75. Lebensjahr verstarb am 27. Januar 2018 unser ehemaliger Kollege

KUNO KNAPP,

der 29 Jahre als Kunsterzieher mit den Fächern Kunst, Werken und Technisches Zeichnen an der Realschule Wertingen tätig war. Er baute die Wahlpflichtgruppe IIIb mit Werken maßgeblich mit auf und prägte von September 1979 bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand zum 31. Juli 2008 das Bild der Realschule ganz wesentlich. Auch bei der Gründung und Konzeption der Städtischen Galerie sowie dem Aufbau der Städtischen Artothek war er entscheidend mit beteiligt.

Unser Mitgefühl gilt in diesen Tagen seiner Familie.

(KK) Kuno Knapp war als Lehrer ein besonderer Mensch. Durch seine vielschichtige Kreativität verstand er es die Schüler zu begeistern. Er motivierte sie, ihre künstlerischen Talente zu entdecken und lockte aus ihnen ungeahnte Fähigkeiten im Bereich der Gestaltung und des Handwerks heraus. Viele Schüler sind ihm heute dankbar, da er ihnen bei der richtigen Berufsfindung im künstlerischen oder handwerklichen Bereich half.

Als er 1979 an die Realschule kam, wurde zu den etablierten Wahlpflichtfächergruppen I und II die Gruppe III eingerichtet. Hier wurden die Fächer Kunsterziehung und Werken bis zur 10. Klasse unterrichtet und waren dort  auch Abschlussprüfungsfächer. Ein Aufgabenfeld, das Kuno Knapp mit großer Hingabe meisterte.

Ein Highlight war 1992 eine Exkursion in die Partnerstadt Fère (Frankreich) . Ca. 20 Schüler erkundeten die Stadt mit Pinsel und Stift. Es entstanden 60 Bilder. Ein Jahr später konnte das Unternehmen mit dem Titel „Die Sicht der Dinge“ fortgeführt werden. Jedes Mal fand eine Präsentation in Form einer öffentlichen Ausstellung in der Partnerstadt und in Wertingen statt. Kuno Knapp war hier in seinem Element. Unglaublich waren die verschiedenartigsten Werke der Schülerinnen und Schüler. Sie fanden in der Öffentlichkeit große Bewunderung.

Plastiken: Die menschlichen Sinne
Plastiken: Die menschlichen Sinne, Haus C der Realschule

In der Zeit von 1980 bis 1990 war das Wahlfach Schulspiel an der Realschule von großer Bedeutung. Mit Kuno Knapp als Gestalter der Kulissen war jedes aufgeführte Stück eine Besonderheit. Sein Talent und seine Erfahrung (er war vorher Bühnenbildner bei Film und Fernsehen) kamen hier voll Tragen. Ob ein Räuberwald , eine gespenstische Burg ein orientalischer Palast oder eine Gruft von Dracula, nichts war unmöglich für ihn. In unzähligen Stunden, oft auch in seiner Freizeit, waren die Gestaltungen der Bühnenbilder ein unvergesslicher Höhepunkt seiner Lehrertätigkeit.

(BA) An der Schule war Kuno Knapp selten im Lehrerzimmer, er hatte dort nicht mal einen festen Platz. Stattdessen fand man ihn ganz sicher in den Werkräumen oder im Kunstsaal. Künstlerisches Arbeiten war ja seine Leidenschaft und Lebensinhalt. Bei Konferenzen im Lehrerzimmer brachte er dann gern die alteingesessene Ordnung durcheinander, indem er sich abwechselnd auf die Plätze anderer Kollegen setzte.

Erinnern Sie sich an ein bemerkenswertes persönliches Erlebnis mit Kuno Knapp? Dann freuen wir uns über Ihre Zeilen im Kommentar unten.

Ernte-Dank

Wann habe ich zu jemandem das letzte Mal „Danke“ gesagt?
Wer hat heute schon zu mir „Danke“ gesagt?
Oder: Nix g´sagt ist g´lobt genug!

Ein herzliches Dankeschön unserem Hausmeister Martin Hipp für diesen schönen stummen Impuls zum Nachdenken!

Anneliese Menz

Anfangsgottesdienste

Unter Gottes Schirm

so lautete das Motto des Anfangsgottesdienstes der 5. Jahrgangsstufe. Was alles an Neuem auf die Schülerinnen und Schüler niederprasselt, wurde durch ein Regenrohr veranschaulicht. Ein Schirm bietet Schutz, das kann Gottes Schirm sein. Frau Lutzmann als Mutter und Frau Willms als Schülerin machten in einem Rollenspiel eine alltägliche häusliche brenzlige Situation erlebbar. Musikalisch begleitete Herr Wallisch den Gottesdienst. Zum Schluss empfingen die Kinder einzeln den Segen von Pfarrerin Rehner und Stadtpfarrer Ostermayer zur Stärkung.

Den Durchblick suchen

Verschiedenfarbige Brillen verdeutlichten in den Anfangsgottesdiensten der höheren Jahrgangsstufen, dass es gar nicht so einfach ist, das Wesentliche zu erkennen. Einen Durchblick bekommt man nicht, wenn man seine Fehler und Sorgen versteckt. Andererseits darf man nicht alles nur positiv sehen. Gehe mit offenen Augen durch das Schuljahr, schau wo du gebraucht wirst und nimm selber Hilfe auch an. Dies war der Appell, den Pfarrerin Rehner und Pfarrer Ostermayer den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg gaben.

Anneliese Menz

Ein Computer für Abolfazl

Er hat den Übertritt auf die Realschule geschafft, der afghanische Junge Wafayi Abolfazl. Als Flüchtling kam er vor zwei Jahren mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Wertingen. Während seine Mutter regelmäßig einen Sprachkurs der evangelischen Kirche besuchte, lernte Abolfazl Deutsch in der Grundschule. Jetzt erwartet ihn neben vielem Anderen das neue Fach Informationstechnologie. Doch der Familie Wafayi fehlt das Geld für einen Computer, auf dem der Junge das Zehn-Finger-Tastschreiben üben könnte. In dieser Situation wandte sich Edith Rau, die sich privat um die Familie kümmert, an das Lehrerkollegium. Spontan spendete Christina Glöckler, neu als Referendarin an der Schule, einen ihrer Rechner. Voller Freude konnte Abolfazl das Gerät nach dem Update durch den Systembetreuer im Empfang nehmen.

Dr. Frank Rehli

20.02.2017

Wechsel in der Chefetage

Seit dem 20. Februar hat die Anton-Rauch-Realschule mit Dr. Frank Rehli einen neuen Schulleiter. Er kommt von der Realschule Neuburg Donau, wo er erfolgreich als erster Konrektor gearbeitet hat. Dr. Rehli ist kein Unbekannter in Wertingen, war er doch von 2012 bis 2014 zweiter Konrektor der Schule. „Mich haben vor allem der zuvorkommende Umgang im Kollegium und die menschliche Atmosphäre beeindruckt.“ Das nennt er als Erstes, wenn er nach den Gründen für seine Rückkehr gefragt wird. Auch die Ausbildung von Referendaren reizt ihn an seinem neuen Wirkungskreis. „An der Schule läuft alles bestens, das sind gute Voraussetzungen.“ Dieser Meinung schließen sich der bisherige Schulleiter Cornelius Brandelik und die ganze Schulfamilie an. Sie wünschen dem frischgebackenen Chef einen guten Einstieg und freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Wehranlage Hammermühle

Wild auf Wildwasser

An wenigen Stellen bietet die sonst eher gemächlich fließende Altmühl echtes Wildwasserfeeling, an den Bootsgassen oder Bootsrutschen nämlich. Am Dienstag vor Schuljahresende fuhren die Schüler der Sportklasse diesen Parcours vor lauter Begeisterung gleich zweimal. Durch die vielen Regentage in diesem Jahr gibt es genügend Wasser um bei solchen Aktionen ein echtes Erlebnis zu garantieren. Die erfahrene Kanutin Sabine Ferstl kannte jede Untiefe und hatte die Meute ohne viele Worte im Griff.

Aber auch die ruhigen Passagen dazwischen gaben genügend Gelegnheit, die eigene Rudertechnik zu verbessern und anschließend in privaten Wettkämpfen den Schnelleren zu küren. Im Kontrast dazu das Erlebnis des lautlosen Dahingleitens unter tief herabhängenden Zweigen der Bäume am Wasser. Eine Ruhe, die auch hektische Fünftklässler anstecken konnte. Begleitet und beaufsichtigt wurden die Kinder von den Referendarinnen des Sportseminars und ihrer Leiterin Annemarie Schmidt, deren Erfahrung und Fürsorge die Kinder schnell schätzten und in Anspruch nahmen.

altmuehl2

Bernhard Wiesner

Neues Sprechstundensystem ist erfolgreich

Die Neugestaltung des Sprechstundensystems hat sich bewährt. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von Eltern und Lehrkräften, bei der sich vom 1. bis 14. Juni zahlreiche Eltern und Lehrkräfte äußerten.

Seit diesem Schuljahr vereinbaren Lehrkräfte und Eltern an unserer Schule Gesprächstermine individuell nach Bedarf, das heißt, es gibt keine festen Sprechstunden mehr. In der anonymen Befragung beurteilten die Beteiligten die neuen Regelungen. Dabei ging es zuerst um die Frage, auf welche Weise die jeweiligen Gesprächstermine vereinbart werden und ob dies für beide Seiten zufriedenstellend verläuft.

Es zeigte sich, dass Eltern wie Lehrkräfte mit der neuen Gesprächsvereinbarung überwiegend zufrieden bzw. sehr zufrieden sind. Die meisten Gespräche werden über die Kinder erfolgreich vereinbart, ein kleinerer Teil über E-Mail, Telefon oder die Vermittlung des Sekretariats.

keschbefragung 1
Befragung der Eltern: Wie erfolgte die Kontaktaufnahme und wie zufrieden sind Sie damit?
keschbefragung 2
Befragung der Lehrkräfte: Wie erfolgte die Kontaktaufnahme und wie zufrieden sind Sie damit?

Dann wurde gefragt, wie Eltern und Lehrkräfte den Ersatz der festen Sprechstunden durch flexible Gesprächstermine bewerten. Auch hier zeigte sich weit überwiegende Zustimmung.

keschbefragung 3
Befragung der Eltern und Lehrkräfte: Wie finden Sie die flexiblen Gesprächstermine im Vergleich zu den festen Sprechstunden?

Die Neuregelung stellt eine individuelle Maßnahme der Anton-Rauch-Realschule dar. Sie ist Teil eines Konzepts zur Verbesserung des Kontakts zwischen Elternhaus und Schule (KESCH).

Totalreflexion

Wir untersuchen Lichtstrahlen, die vom Wasser aus auf die Grenzfläche Wasser-Luft treffen.

Bild 1 zeigt den Fall, bei dem das Licht aus dem Wasser heraus in die Luft strahlt. (Man sieht, dass ein kleiner Teil an der Grenzfläche reflektiert wird.) [metaslider id=2414]

Bild 2 zeigt den Fall, bei dem das Licht nicht aus dem Wasser heraus kommt, sondern an der Grenzfläche vollständig reflektiert wird.[metaslider id=2420]

Aufgabe

[metaslider id=2425] Fülle ein Weinglas halb voll mit Wasser. Richte den Lichtstrahl einer Taschenlampe aus vier verschiedenen Richtungen (auch von unten) auf die Wasseroberfläche. IMG_20160211_194243Beobachte in jedem Fall den Strahlenverlauf. Fertige eine schematische Skizze mit den Strahlenverläufen (Als Beispiel dient das Bild rechts). Formuliere dein Ergebnis.

Brechung

Aufgaben

Aufgabe 1

Lasse das Licht einer Taschenlampe durch ein Glas mit Wasser fallen und beobachte den Strahlenverlauf. Gib evtl. einen Tropfen Milch ins Wasser.IMG_20160203_185050

  1. Mache ein Foto von dem Versuch.
  2. Fertige eine schematische Zeichnung des Strahlenverlaufs.
  3. Lasse die Taschenlampe unverändert und nimm das Glas weg.
  4. Mache wieder ein Foto des Strahlenverlaufs.
  5. Füge den jetzigen Strahlenverlauf in die erste Zeichnung ein.

Aufgabe 2

Lasse das Licht einer Experimentierlampe durch ein Stück Glas fallen, das zwei parallele Flächen hat und beobachte den Strahlenverlauf. img_20160201_162330

  1. Fertige eine schematische Zeichnung deiner Beobachtung. Beschrifte die Zeichnung.
  2. Miss die Winkel des Strahlenverlaufs. wiederhole den Versuch mit mehreren verschiedenen Winkeln.
  3. Formuliere dein Ergebnis als Satz und als Formel (Gleichung).

Versuch

Wir lassen einen Lichtstrahl in einen Glaskörper fallen und messen den Einfallswinkel α und den Brechungswinkel β.

brechungDiagramm

Hausaufgabe: Berechne den Quotienten α/β für jeden Winkel in der Tabelle (auf eine Dezimale). Sind die Quotienten ungefähr gleich?

Aufgabe 3

Lies aus dem Diagramm, wie groß β sein wird, wenn α = 15° ist. Mache das Gleiche für α=23° und α=65°. Prüfe deine Zahlen experimentell.

Zusatzaufgabe

Gehe zu Firma Glas Trösch und bitte um kleine Abfallstücke von Gläsern. Bitte die Angestellten um Gläser mit unterschiedlichen Brechungszahlen (z. B. Kronglas, Flintglas u. a.). Die Glasstücke sollen möglichst dick sein (z.B. Treppenstufen aus Glas)