Alle Beiträge von Ulrike Anwald-Deisenhofer

Bundesminister beantwortet Schülerfragen zur Entwicklungspolitik

Im Schülerleben ist es gewiss eine Seltenheit, einen amtierenden Bundesentwicklungsminister persönlich zu erleben. Schüler, die sich an den vier Wertinger Fairtrade-Schulen für einen gerechten Handel stark machen, hatten diese besondere Gelegenheit. Auf Einladung des Vereins „Solidarität für eine Welt e. V. Wertingen“ besuchte am Montag, den 13. Mai 2019, Bundesentwicklungs­minister Dr. Gerd Müller Wertingen. Im Rahmen dieses Kurzbesuches wurde eine Fragestunde im Festsaal des Wertinger Schlosses organisiert.

Der Bundesminister ging ausführlich auf die Fragen der Schüler ein und gab Einblicke in Projekte, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – wie das Ministerium offiziell genannt wird – und deren Partnerorganisationen vor Ort durchgeführt werden. Er hob hervor, wie wichtig es ist in Bildungsprojekte zu investieren und den ärmeren Ländern den Zugang zu umweltfreundlicher Energiegewinnung und Technologie zu ermöglichen. Auch der Umweltschutz war Thema der Fragestunde. Die Fridays-for-Future-Demos sind seiner Ansicht nach wichtig für das Wachrütteln aller, die noch nicht verstanden haben welche katastrophalen Auswirkungen der Klimawandel auf das Leben auf unserem Planeten haben wird.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch verabschiedete sich der Minister. Für ihn war es nicht der letzte Termin an diesem Montag. Für die jungen Menschen, die sich vor Ort für mehr Gerechtigkeit weltweit einsetzen, war dieser Besuch eine Wertschätzung ihres Engagements, denn auch die große Politik alleine kann nicht alles verändern. Auf jeden einzelnen kommt es an, wie bereits Mahatma Gandhi erkannte: „Wir müsse der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen wünschen.“

 Ulrike Anwald-Deisenhofer (ARR-Weltladenteam)

 

Realschule zu Gast bei der Firma Struthmann

Passend zum Unterrichtsthema „der Werkstoff Metall“ wurde der Werkenzweig der Anton-Rauch-Realschule von der Firma Struthmann eingeladen, den Betrieb in seinen neuen Räumlichkeiten kennenzulernen. Dabei erfuhren die Achtklässler viel Wissenswertes zum Beruf des Installateurs und zu den vielen Bereichen der Haustechnik. Nach einer Führung Winfried Struthmanns durch die modernen Räumlichkeiten, stellte Daniel Struthmann das breite Tätigkeitsfeld seiner Firma vor. Die Schüler durften dann in einer Lehrwerkstattstunde selber Hand anlegen, indem sie Wasserleitungsrohre verpressten, diese dann zurechtbogen, mit der Wärmebildkamera scannten und Bleche abkanteten. Mit vielen neuen Infos und gestärkt durch eine Brotzeit trat die Klasse 8 e dann wieder den Fußmarsch zurück zur Realschule an.

Ruth Eser

Kooperation des Eine-Welt-Vereins mit Wertinger (Fairtrade-)Schulen

Mit dem geschichts- und zeitkritischen Stück „Die Weißen kommen“ trat die Gruppe „Berliner Compagnie“ am 29.09. im Forum des Gymnasiums Wertingen auf. Erst einen Tag zuvor wurde dieser Schule der Titel „Fairtrade-School“ verliehen. In Kooperation mit der Fairen Stadt und den jetzt drei örtlichen „Fairtrade-Schulen“ (Anton-Rauch-Realschule, Mittelschule und Gymnasium Wertingen) sowie der Montessori-Schule war dies ein Beitrag des Eine-Welt-Vereins zu den Fairen Wochen in Deutschland. Vor und nach der Veranstaltung boten Mitglieder des ARR-Weltladenteams fair gehandelte Pausensnacks zum Verkauf an.

Motiviert zu dem Stück wurde die vierköpfige Schauspielergruppe einerseits durch die Beobachtung einer starken emotionalen Betroffenheit durch Bilder der Not aus Afrika und andererseits gibt es eine weitreichende Unkenntnis der Öffentlichkeit über die tiefer liegenden Ursachen. Im Theaterstück wurde mit viel schauspielerischem Können auf die Einflüsse hingewiesen, die zu der schwierigen Lage in Teilen Afrikas geführt haben. Auch nach dem Ende der Kolonialzeit schädigen die Industrieländer ihren Nachbarkontinent auf verschiedene Art und Weise. Unfaire Handelsbeziehungen und Spekulationen der Finanzmärkte schaffen auch heute noch Elend und Ungerechtigkeiten, die im Stück thematisiert wurden.

Dass es auch positive Entwicklungen geben kann, zeigt das Engagement der Weltläden und die Bereitschaft von Schulen, im Bereich des fairen Handels aktiv zu werden. Wir freuen uns sehr, dass wir nun drei Fairtrade-Schulen in Wertingen haben und gratulieren herzlich zur Ernennung.

Ulrike Anwald-Deisenhofer

für das ARR-Weltladenteam

Fairtrade-Schools Vernetzungstreffen 2018

Schulen mit dem Titel Fairtrade-School wagen den Blick über den Pausenhof hinaus in die Welt. Unter welchen Bedingungen leben Menschen in Südafrika? Wie wird Coltan für mein Handy abgebaut? Wo werden fair gehandelte Bälle produziert? Was können wir tun, damit die Produzenten in den Ländern des Südens bessere Arbeits- und Lebensbedingungen haben? Diese und weitere Fragen konnte das Weltladenteam unserer Schule beim Fairtrade-Schools Vernetzungstreffen in Augsburg durch Vorträge und Workshops klären.

Neben viel interessantem Input und dem Sammeln von neuen Ideen hatten wir auch Gelegenheit zum Besuch der „Fair Handels Messe Bayern“. Dort konnten wir entdecken und manchmal auch kosten, welche neuen und fair gehandelten Produkte es auf dem Markt gibt.

Taisia Matwejew und Ulrike Anwald-Deisenhofer

für das ARR-Weltladenteam

Weltladenteam freute sich über Besuch

In fröhlicher Runde feierten die Mitglieder des ARR-Weltladenteams ihren Jahresabschluss und blickten dabei auf ein buntes Programm von Veranstaltungen zurück, mit denen der faire Handel unterstützt und das Schulprojekt in Indien vorangebracht wurde. Ein Plakat mit Fotos der verschiedenen Ereignisse, z. B. XXL-Shirt-Aktion auf dem Schulhof, Kleiderschenkmarkt, Fairer Tag auf der WERTA, etc., unterstützte diesen Jahresrückblick auf anschauliche Weise.

Damit die versammelten Schülerinnen und Schüler für Ihren Einsatz für Nachhaltigkeit und fairen Handel auch belohnt wurden, sorgte der Schulverein der Realschule Wertingen. Er spendierte Pizza und Getränke.

Doch damit nicht genug. Das Weltladenteam durfte sich außerdem über eine Aufstockung der Spende für das Schulprojekt in Indien freuen. Zu den 191,00 €, die das Weltladenteam im Jahr 2017 für den Aufbau einer indischen Schule aufbrachte, kamen nochmals 500,00 € dazu. Frau Klingler, die erste Vorsitzende des Schulvereins, überbrachte die Spende persönlich und konnte sich dabei ein Bild der Gruppe machen, der sich alle Schüler anschließen können, die sich für fairen Handel und Nachhaltigkeit im schulischen Umfeld einsetzten möchten.

Momentan besteht das ARR-Weltladenteam aus 20 Schülern aus den Jahrgangsstufen fünf bis neun.

Ein Verkaufsteam sorgt dafür, dass jeden Mittwoch in der Pause im Eingangsbereich der Schule fair gehandelte Produkte angeboten werden.

Ulrike Anwald-Deisenhofer

Wertinger Schulen setzen sich für gerechten Handel ein

„Ist das alles wirklich kostenlos?“, fragte so mancher Schüler beim Schenkmarkt auf der WERTA sicherheitshalber nach, bevor er sich ein Kleidungsstück, das ihm gut gefiel, vom Bügel holte. Der gemeinschaftlich von Wertinger Schulen und dem Wertinger Weltladen vorbereitete „Faire Tag“ auf der WERTA kam vor allem beim jungen Publikum prima an. Viele von ihnen freuten sich über ein „Schnäppchen“ und merkten dabei, dass ein Schenkmarkt-Besuch durchaus eine Alternative zum „Shopping“ sein kein, aber keinerlei Ressourcen verbraucht.

Im Festsaal des Wertinger Schlosses war am 2. Oktober 2017 ein buntes Programm geboten, zu dem die umliegenden Schulen unterstützt vom Wertinger Weltladen beigetragen haben:

Aus Augsburg reiste eigens Felizitas Smith, die beruflich Weltläden in Nordschwaben unterstützt, an. In Form einer „Fairtrade Textil-Rally“ brachte sie den Schülern die textile Kette, faire Siegel und Wissenswertes über den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung von Kleidung näher.

Die Mittelschule stellte ihre jüngste Aktion zum Thema „Kinderarbeit“ vor.

Die Anton-Rauch-Realschule war mit ihrem Schüler-Weltladen-Projekt vertreten. Schüler der 6. und 8. Klasse verkauften faire Produkte und stellten anhand von Fotos und Zeitungsausschnitten ihren Weg zur Fairtrade-Schule vor.

Die Montessori-Schule war federführend bei einem Schenkmarkt, auf dem gut erhaltene Kleidung (kostenlos) weitergegeben wurde. Gesammelt wurden die Textilien schulartübergreifend.

Das Gymnasium stellte eine Fotobox auf, in der sich die Besucher gegen eine kleine Gebühr in einem XXXL-T-Shirt oder in einem „Textilen Steinbruch“ fotografieren lassen konnten. Der Erlös aus dieser Aktion fließt in den Fördertopf für das im Mai gestartete Partnerschulprojekt mit einer Schule für Kinder, die in Steinbrüchen arbeiten müssen. Die Schule befindet sich im Nordwesten Indiens und wird auch von der Anton-Rauch-Realschule unterstützt.

Parallel zum Schenkmarkt lief ein Film über die XXXL-T-Shirt-Aktion im April und Mai diesen Jahres, den Schüler des Gymnasiums selbst gedreht hatten.

Neben den aufgezählten Angeboten lud eine gemütliche Kaffeelounge vor dem Festsaal die Besucher zum Verweilen ein.

Ulrike Anwald-Deisenhofer und Manfred Hirschenauer

für das ARR-Weltladenteam

Zertifikate für die ARR-Mediatoren

Für ihren Dienst als Mediatoren bekamen acht Neuntklässler vor den Sommerferien ein Zertifikat überreicht.

Mediatoren haben die Aufgabe, bei kleineren Streitigkeiten der Schüler zu vermitteln und den fairen und friedfertigen Umgang untereinander zu unterstützen. Ziel einer jeden Streitschlichtung soll es sein, gemeinsam eine gute Lösung zu finden, die alle Parteien annehmen können und die keine Verlierer zurück lässt. Bei ihrer Ausbildung für diese Aufgabe lernten die Schüler daher Techniken der Gesprächsführung und Moderation.

Damit es nicht an Nachwuchs mangelt, hat für die neuen Bewerber zum Mediatorendienst die Ausbildung bereits begonnen. Christina Schmid und Ulrike Anwald-Deisenhofer konnten sich über zahlreiche Anmeldungen – diesmal sind es über 20 interessierte Siebtklässler – freuen.

Unserer ehemaligen Kollegin Simone Schedler, die in den letzten Jahren das Mediatorenteam mitbetreute, wünschen wir alles Gute für ihren weiteren Weg und sagen ein großes Dankeschön für ihren Einsatz.

Ulrike Anwald-Deisenhofer und Christina Schmid

Gespannte Ohren bei den Weltklassemusikern des indischen Maharaj-Trios

Einen unvergleichlichen musikalischen Auftritt erlebten drei Klassen der Anton-Rauch-Realschule Wertingen anlässlich des Konzertes des Maharaj-Trios aus Varanasi (Nordindien). Die Vertreter der klassisch-indischen Musik, führend auf diesem Musikgebiet im 1,5 Mrd. Menschen großen Subkontinent, begeisterten am Vorabend bereits das Wertinger Publikum und erklärten sich im Vorfeld der vom Wertinger Weltladen bestens organisierten Veranstaltung dazu bereit, auch am nächsten Tag vor den Kindern der einheimischen Schulen eine Kostprobe ihres Könnens zu geben.

Mucksmäuschenstill war es dann auch, als die Musiker mit ihren Instrumenten Sitar, Sarod und Tabla die Luft förmlich zum schwingen brachten und den Schülern die Faszination indischer Musik eindrucksvoll vermittelten. Den Musikern war dabei auch sehr wichtig, den andächtig lauschenden Schülern die jeweilige Geschichte und Inspiration des Liedes näherzubringen – Wasser, Leben, Liebe .. viele Facetten des bevölkerungsreichsten Landes der Welt wurden angesprochen.

Ein großer Teil der Einnahmen des Trios werden mildtätigen Spenden zugeführt wie beispielsweise dem Aufbau einer Schule in Jelu, einem kleinen Dorf in der nordwestindischen Provinz Rajasthan. Am Ende des Konzertes klärte der Menschenrechtsaktivist Benjamin Pütter, Organisator der Auftritte des Trios in Deutschland, die Schüler zudem über ausbeuterische Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen auf. In einer eindrucksvollen Fotodokumentation wurde den Kindern hierbei vor Augen geführt, wie Ausbeutung und Zwangsarbeit das Alltagsleben vieler Kinder in Nordindien bestimmen.

Ein besonderes Anliegen war dem Trio auch, eine Klasse unserer Schule kennenzulernen. So statteten sie am Vortag des Konzertes der Klasse 8c einen Kurzbesuch ab und standen den Schülern in englischer Sprache auf sehr angenehme und freundliche Art Rede und Antwort. Wichtig war Ihnen hierbei, festzuhalten, dass ein universelles Prinzip guten Unterrichts in Respekt vor dem Anderen sowie offenem Umgang miteinander besteht – unabhängig, ob in Indien oder Deutschland.

Manfred Hirschenauer und Ulrike Anwald-Deisenhofer

Schule statt Steinbruch – Weltladenteam unterstützt Schulprojekt in Indien

Der Reinerlös beim Verkauf eines fairen Banana-Shakes beim Elternabend soll dem Aufbau einer Schule für Kinder aus Steinbrucharbeiterfamilien in Indien zugutekommen. Bei diesem Projekt arbeiten wir mit dem Wertinger Weltladen und Benjamin Pütter zusammen. Herr Pütter hat bereits einen Vortrag über faire Grabsteine hier an unserer Schule gehalten. Er hat uns die schwierigen Lebens- und Arbeits­bedingungen im indischen Bergbau beschrieben. Die Schule, bei deren Aufbau wir helfen, liegt im Wüstenstaat Rajasthan in Nord-West Indien. Es gibt dort viele Steinbrüche, in denen Menschen unter aus­beuteri­schen Bedingungen arbeiten.

Warum wir es wichtig finden zu helfen:

Jedes Kind soll die Chance auf Bildung haben und zumindest Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Bildung kann den Weg aus der Armut bedeuten. Das Projekt, das wir unterstützen, ist für 70 Kinder geplant, 60 % davon sollen Mädchen sein. Gerade Mädchen aus niedrigen Gesellschaftsschichten haben in dieser Gegend Indiens kaum die Chance auf einen Schulbesuch. Die Menschen aus unterprivilegierten Kasten haben es bereits schwer für ihre Grundlebens­bedingungen zu sorgen. Einen Schulbesuch für ihre Kinder aus eigenen Mitteln können sie sich kaum leisten. Viele Kinder müssen bereits durch ihre Arbeit in Steinbrüchen oder mit anderen Jobs mithelfen, sich und ihren Familien den Lebensunterhalt zu verdienen.

Mit folgenden Mitteln soll die Schule unterstützt werden:

  • Schulmaterial wie Bücher, Schuluniformen, etc.

  • Gehalt für zwei Lehrer. Eine weibliche Lehrkraft ist erforderlich um überhaupt Mädchen an der Schule behalten zu können.

  • Gesundheitsuntersuchungen und Vermittlung von Hygiene-Praktiken

  • Gestaltung von Freizeiten und Trainings für Bewusstseinsbildung

Langfristig ist geplant, dass diese Schule vom indischen Staat übernommen und in diesem guten Sinne weitergeführt wird. Wir finden es prima, hier Hilfe zur Selbsthilfe leisten zu können.

Das ARR-Weltladenteam

„Tauschen statt Kaufen“

ist das Motto eines Kleidertausch- und Schenk-Basars, den das ARR-Weltladenteam am Montag, den 8. Mai zwischen 13:15 und 14:00 Uhr für alle interessierten Fünft- und Sechstklässler im Forum der Anton-Rauch-Realschule organisiert.

Wie funktioniert der Tausch- und Schenk-Basar?

In Absprache mit den Eltern kann jeder Teilnehmer bis zu maximal drei Kleidungsstücke aus den Kategorien T-Shirt, Pullover oder Hose mitbringen. Es ist wichtig, dass die Teile sauber und heil sind. Im Forum unserer Schule befinden sich gekennzeichnete Tische. Jeder Teilnehmer kann Kleidungsstücke abliefern, ohne etwas mitzunehmen. Es kann aber auch getauscht oder nur nach Schnäppchen gesucht werden. Falls nach dem Basar Kleidungsstücke übrig bleiben, geben wir diese an die Kleiderkammer des ASB weiter. Beim Aufräumen helfen alle Teilnehmer mit. Es wäre wichtig, dass sich alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im Sekretariat anmelden, damit besser geplant werden kann.

Was bringt diese Aktion?

Mit diesem Tausch- und Schenk-Basar regen wir kritischen Konsum an und zeigen Alternativen zur Wegwerfgesellschaft auf. Die Herstellung von Kleidung verbraucht Ressourcen und Energie, deshalb schonen alle, die Kleidung tauschen statt neue zu kaufen, die Umwelt. Darüber hinaus schonen wir beim Tauschen auch unseren Geldbeutel. Das gesparte Geld könnte zum Beispiel eingesetzt werden, um ab und zu fair gehandelte Waren zu kaufen. Dies ist nicht nur bei Lebensmitteln möglich. Faire Kleidung verzeichnet einen wachsenden Trend und das ist auch dringend nötig, denn in Billiglohnländern schuften zumeist Arbeiterinnen in der Textilindustrie für einen Hungerlohn. Ihre Arbeitsbedingungen sind oft menschen­unwürdig. Um an den verheerenden Fabrikbrand in Rana Plaza (Bangladesch) zu erinnern, der am 24. April 2013 mehr als 1 100 Menschenleben und über 2000 Verletzte forderte, haben sich die Weltläden im Iller-Lech-Kreis zu einer Initiative zusammengeschlossen. Noch bis Mitte Mai hängen an markanten Punkten in der Stadt Wertingen Riesen-T-Shirts, die im Rahmen des Projekts „homeless“ von Flüchtlingsfrauen in Wittislingen aus gebrauchter Kleidung genäht wurden. Sie sollen daran erinnern, dass wir durch unsere Konsumentscheidung Verantwortung tragen und Möglichkeiten haben uns dafür einzusetzen, dass Waren unter fairen Bedingungen und ohne Kinderarbeit hergestellt werden.