Alles Käse bei der Firma Zott?

Dieser substantiellen Frage gingen die Schüler der Klasse 9a im Rahmen einer Betriebserkundung im Mertinger Stammwerk der seit 1926 als Familienunternehmen geführten Genuss-Molkerei Zott nach. Auf sehr unterhaltsame und fachlich hochkompetente Art verstand es der Produktionsleiter, Hr. Boenisch, den 33 Schülern nicht nur die automatisierten Produktionsabläufe bei der Käse-, Joghurt- und Dessertherstellung, sondern auch die lebensmitteltechnischen Grundlagen einprägsam näherzubringen.Beeindruckend war insbesondere der oftmalige Brückenschlag zum Fach Chemie; Fragen zu Pasteurisieren, Homogenisieren oder den gefährlichen Sporen im Joghurt blieben nicht unbeantwortet. Mit Staunen vernahmen die Schüler die hohen Standards in der Qualitätssicherung; durch lückenlose Dokumentation in allen Produktionsprozessen kann anhand einer Prüfnummer auf dem Joghurt eindeutig nachgewiesen werden, von welchem Landwirt an welchem Tag die Milch angeliefert und weiterverarbeitet wurde (von welcher Kuh bleibt bis jetzt noch außen vor).

Zum reichlichen Erkenntnisgewinn trugen außerdem noch bei:

  • Die Firma Zott hat keine eigene Kläranlage, sondern eine Wasserwiederaufbereitungsanlage
  • Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von 100 Mikrometer; eine Spore hingegen einen Durchmesser von 30 Mikrometer, also knapp ein Drittel von einem Haar
  • Zuerst wird der Mozzarella in den Plastikbecher eingefüllt und anschließend erst die Salzlake
  • Wichtige Standortfaktoren sind u. a. die Nähe zu den Milchbauern, motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter sowie eine hervorragende Verkehrsanbindung

Die Klasse 9a bedankt sich bei der Firma Zott für die wertvollen Einblicke sowie die drei kostenlos gestifteten Schachteln Zott Monte sowie Zott Vanille- und Schoko-Mango-Joghurt. Also doch nicht alles Käse bei Zott……

Manfred Hirschenauer