Abschluss

Merkblatt für die 10. Klassen: Bildung der Prüfungs- und Zeugnisnoten

  1. Zunächst werden vor Prüfungsbeginn in allen Fächern von der Klassenkonferenz die Jahresfortgangsnoten festgesetzt.
  2. In den Nichtvorrückungsfächern Musik und Sport ist die Jahresfortgangsnote auf jeden Fall zugleich die Zeugnisnote.
  3. In den Fächern, in denen die Schüler/innen keine Abschlussprüfung schreiben, bildet die Jahresfortgangsnote normalerweise die Zeugnisnote.
  4. In Vorrückungs- aber Nichtprüfungsfächern kann bei Note 5 oder 6 eine freiwillige 20-minütige Prüfung über den Jahresstoff beantragt werden. Wertung: Jahresfortgangsnote:mündliche Note = 2 : 1
    Danach wird die Jahresfortgangsnote neu festgestellt und bildet die Zeugnisnote.
    Die vorher erreichte Jahresfortgangsnote kann sich dabei keinesfalls verschlechtern, jedoch nur dann verbessern, wenn die mündliche Note 2 Stufen über der bisherigen Note des Jahresfortgangs liegt.
    Wer die Abschlussprüfung bereits jetzt nicht mehr bestehen kann, wird vom weiteren Prüfungsverlauf ausgeschlossen.
  5. In den Fächern der Abschlussprüfung (Alle: D/E/M und Gruppe I: Ph; Gruppe II: BwR; Gruppe IIIa: F; Gruppe IIIb: W) werden die schriftlichen Prüfungsarbeiten bewertet und deren Noten festgesetzt.
    Im Prüfungsfach Werken zählt die praktische Prüfung zur schriftlichen Prüfung.
  6. Die Zeugnisnoten werden in den Prüfungsfächern berechnet und ggf. die Möglichkeit einer mündlichen Prüfung festgestellt.
    1. Ist die Prüfungsnote um eine Stufe besser als die Jahresfortgangsnote, ist die Prüfungsnote die Zeugnisnote.
    2. Sind Jahresfortgangsnote und Prüfungsnote gleich, ist diese Note die Zeugnisnote.
    3. Sind Jahresfortgangsnote und Prüfungsnote um zwei Stufen verschieden, ist in jedem Fall die mittlere Note die Zeugnisnote.
    4. Ist die Prüfungsnote um eine Stufe schlechter als die Jahresfortgangsnote, so ist die Prüfungsnote die Zeugnisnote.
      Der Schüler/die Schülerin kann sich aber einer freiwilligen 20-minütigen mündlichen Prüfung über den Abschlussprüfungsstoff unterziehen.
      Danach erfolgt die Neuberechnung der Prüfungsnote im Verhältnis schriftlich : mündlich = 2 : 1.
      Die vorher erreichte Zeugnisnote kann sich dabei keinesfalls verschlechtern, jedoch nur dann verbessern, wenn die mündliche Note 2 Stufen über der Prüfungsnote liegt. Ist die mündliche Leistung nur eine Notenstufe besser, bleibt es bei der schlechteren schriftlichen Note als Gesamtnote.

      1. Ausnahme: Ist die Jahresfortgangsnote die Note 1 und die Prüfungsnote die Note 2, genügt die mündliche Note 1 zum Erreichen der Zeugnisnote 1.
      2. In besonderen Fällen (und nur dann und wenn die Möglichkeit der mündlichen Prüfung genutzt wurde!) kann der Prüfungsausschuss die um eine Stufe bessere Jahresfortgangsnote der Prüfungsnote vorziehen.
        Dies kann z. B. geschehen, wenn der Schüler durch seine Gesamtleistungen während des Jahres eindeutig gezeigt hat, dass die stark zur besseren Noten tendierende Jahresfortgangsnote seinen Fähigkeiten mehr entspricht als die Prüfungsnote, und auch die Note der mündlichen Prüfung stark zur besseren Noten tendiert. Die Fülle der Bedingungen bewirkt, dass dieser Fall selten eintritt.
    5. Sollten sich die Jahresfortgangsnote und die Prüfungsnote um drei Stufen unterscheiden (z. B. Jahresfortgangsnote 2 und Prüfungsnote 5 oder umgekehrt), so wird der Schüler/die Schülerin in der Regel in eine verpflichtende mündliche Prüfung verwiesen. Je nach deren Ergebnis erhält er/sie eine der beiden mittleren Noten (im obigen Beispiel also 3 oder 4) als Zeugnisnote.
    6. Sollte ein/e Schüler/in in drei oder vier Prüfungsfächern jeweils eine gegenüber der Jahresfortgangsnote um eine Notenstufe schlechtere Prüfungsnote erzielt habe, so besteht grundsätzlich die Möglichkeit von drei oder vier mündlichen Prüfungen.Falls in einem Fach sowohl die Jahresfortgangsnote als auch die Prüfungsnote zum jeweils besseren tendieren und in einem anderen Prüfungsfach diese Konstellation zum schlechteren hin gegeben ist, kann der Prüfungsausschuss von sich aus einen Ausgleich dahingehend schaffen, dass im erstgenannte Fach die bessere und im anderen Fach die schlechtere Note als Gesamt- und damit Zeugnisnote festgesetzt wird. Die Möglichkeit der mündlichen Prüfung ist dann in diesen beiden Fächern nicht mehr gegeben. Der/die Schüler/in kann sich jedoch auf das verbliebene Fach (oder die beiden verbliebenen Fächer) in der Vorbereitung auf das Mündliche konzentrieren.
  7. Bestehen bzw. Nichtbestehen der Abschlussprüfung Die Abschlussprüfung ist nicht bestanden, bei
    • Gesamtnote 6 im Fach Deutsch (in jedem Fall)
    • Gesamtnote 6 in einem Vorrückungsfach (sofern kein Ausgleich gewährt werden kann → VIII)
    • Gesamtnote 5 in zwei Vorrückungsfächern (sofern kein Ausgleich gewährt werden kann → VIII)
    • wenn der/die Schüler/in später als 2 Monate vor Beginn der schriftlichen Prüfung aus der Schule austritt. Bei Wiedereintritt in eine 10. Klasse einer Realschule gilt er/sie außerdem als Wiederholungsschüler/in.
  8. Möglichkeit des Notenausgleichs wenn es nach der Gesamtleistung gerechtfertigt erscheint
      1. Ausgeschlossen ist der Notenausgleich bei:
        1. Deutsch Note 6
        2. Ein Vorrückungsfach Note 6 oder in zwei Vorrückungsfächern Note 5 undzugleich in einem weiteren Vorrückungsfach Note 5 oder Note 6
      2. Voraussetzung für die Gewährung sind folgende Noten
        1. mindestens 1 x Note 1 in einem Vorrückungsfach oder
        2. 2 x Note 2 in Vorrückungsfächern oder
        3. 4 x Note 3 in Vorrückungsfächern (auch z. B. 3 – 3 – 3 – 2)

    Durch den Notenausgleich wird nur die Wirkung der Note 6 bzw. 5 aufgehoben, die Note selbst wird im Abschlussprüfungszeugnis jedoch eingetragen.

  9. Jahreszeugnis statt Abschlussprüfungszeugnis
    Falls die Abschlussprüfung nicht bestanden wurde, wird kein Abschlussprüfungszeugnis ausgestellt. In diesem Fall wird ein Jahreszeugnis mit den Noten des ursprünglichen Jahresfortgangs und der Bemerkung, dass man sich der Abschlussprüfung ohne Erfolg unterzogen hat, ausgestellt.

Die Aufgaben der Abschlussprüfungen vergangener Jahre finden sich beim ISB und im BRN .

 Die Möglichkeit, mit drei Dreiern auszugleichen, besteht nicht!

Zusammenstellung: W. Conrad, RSD a.D.

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